Wirtschaftsregion

Nachhaltig für eine starke Wirtschaft

In der Region Mittelsachsen bestimmt ein vielfältiger Branchenmix das Wirtschaftsleben. Die drei Freiberger Hersteller von Halbleitermaterialien, der Maschinenbau, Recyclingbetriebe, das verarbeitende Gewerbe und Betriebe im Lebensmittelbereich verdeutlichen diese Vielfalt anschaulich. 

Innovationen aus der Forschung möglichst schnell industriell umsetzen und per Weiterbildung zu vermitteln– dies ist das Hauptziel des Projektes EIT RawMaterials welches vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) gefördert wird. Das EIT RawMaterials ist das weltweit bedeutendste Konsortium im Bereich Rohstoffe (Erkundung, Gewinnung, Verarbeitung, Recycling und Substitution von kritischen Materialien).

Die Ressourcenuniversität TU Bergakademie Freiberg mit ihrem Forschungspotential, aber auch die Hochschule Mittweida und 11 weitere Forschungseinrichtungen in Mittelsachsen tragen zudem dazu bei, dass hier einer der wichtigsten Wissenschaftsstandorte in Sachsen liegt, der ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung innovativer und forschungsintensiver Branchen bietet.

Die Universitätsstadt 

Die Universitätsstadt Freiberg hat sich das Motto gegeben “Vom Silber zum Silizium” als Ausdruck und Beleg für einen erfolgreichen Strukturwandel einer Stadt, die einst durch den Bergbau entstanden und zu Blüte gelangte und heute als eine Stadt der Wissenschaften und Zentrum für erneuerbare Energien gilt. Ebenso aktiv sind Freiberger Firmen auf dem Gebiet der Recyclingwirtschaft. Weltweit bekannt geworden ist Freiberg als Standort für die Produktion von Siliziumhalbzeugen – sowohl für die Solarindustrie als auch für die Weiterverarbeitung in der Mikroelektronik. 

Erfahrungen mit Werkstoffen sammelten die Freiberger seit Jahrhunderten. War ursprünglich der Silbererzbergbau die Grundlage der Wirtschaft und der Entwicklung der einst bevölkerungsreichsten Stadt Sachsens, so sind es heute Hightech-Erzeugnisse, Halbleiterwerkstoffe in höchster Qualität wie Elektronik- und Solarsilizium sowie Gallium-Arsenid. Die Firmen Siltronic AG, Deutsche Solar AG und Freiberger Compound Materials GmbH entstanden durch erfolgreiche Privatisierung aus dem VEB Spurenmetalle. 

Technologiestandort der Halbleiterfertigung und Solartechnik

Die Deutsche Solar AG hat in Freiberg eine geschlossene Kette ihrer Produktlinie aufgebaut. In einzelnen Tochterunternehmen werden aus den in Freiberg hergestellten Wafern Solarzellen und danach Module als Endprodukt gefertigt. Darüber hinaus baut das Unternehmen auf dem SAXONIA Areal ihr Logistikzentrum und nahm bereits im gleichen Gewerbegebiet eine Pilotanlage zum Recycling von Photovoltaikbauteilen in Betrieb. Die Entwicklung neuer Ideen, Techniken und Produkte hat in der Wirtschaftsgeschichte Freibergs immer eine bedeutende Rolle gespielt, getragen von der ersten montanwissenschaftlichen Hochschule der Welt, der jetzigen TU Bergakademie Freiberg. 

Wissenschaftsregion Freiberg

Universität, Forschungseinrichtungen und Forschungscluster der Wissenschaftsregion

  • Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie weiter
  • Fraunhofer-Technologiezentrum Halbleitermaterialien THM weiter
  • An-Institute der TU Bergakademie weiter
  • Forschungscluster der Landesexzellenzinitiative: Funktionales Strukturdesign neuer Hochleistungswerkstoffe durch Atomares Design und Defekt-Engineering weiter 

Infrastrukturplanung und Nutzungskonzept

Wirtschaftsförderung

Sie wurde gemeinsam von der Stadt und dem Landkreis Freiberg gegründet. Auf dem Gelände der ehemaligen Hütte Freiberg entstand beispielhaft durch Revitalisierung und Neuerschließung ein Industrie- und Gewerbegebiet, das SAXONIA Areal, in dem sich die in der Freiberger Interessengemeinschaft der Recycling- und Entsorgungsunternehmen (FIRE) vereinten Betriebe niedergelassen haben und hochmoderne Rückgewinnungsanlagen für Blei, Zink, Aluminium und andere Werkstoffe betreiben. Es entstand das Sächsische Informations- und Demonstrationszentrum “Abfallbehandlungstechnologien” Freiberg (SIDAF), das mit hochkarätigen Veranstaltungen, Symposien, Ausstellungen und Präsentationen Freibergs Ruf auf diesem Gebiet stützt. Die Stadt fördert aktiv die Profilierung seiner Technischen Universität Bergakademie und unterstützt das Zusammenwirken der wissenschaftlichen Institute mit ortsansässigen Unternehmen in vielfältigen Netzwerken ingenieurtechnischer und anderer Branchen. Im Rahmen des vom Bund geförderten InnoRegio-Projektes werden neuartige Netzwerkstrukturen für ein optimales Zusammenwirken von Wirtschaft (Unternehmen), Wissenschaft, Bildung, Banken, Wirtschaftsförderung und Verwaltung aufgebaut.

Geokompetenzzentrum Freiberg

Mit dem Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. (GKZ) existiert ein innovatives Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden, das die Kompetenzen der Region in den Bereichen Geologie, Umwelt, Bergbau, Rohstoffgewinnung, Bergbausanierung und Recycling bündelt und dem über 150 Mitglieder, davon rund 110 Unternehmen, angehören.