Heinisch-Stiftung

Logo Heinisch-StiftungAm 19. Mai 2015 fanden sich der Vorstand und das Kuratorium der neu gegründeten „Heinisch-Stiftung“ zur konstituierenden Sitzung zusammen. Herr Günter Heinisch, verstorben im Jahr 2013 in Hof, hat in seinem Testament den VFF zum Miterben bestimmt.

Der dem Förderverein VFF zufallende Nachlass soll gemäß dem testamentarischen Willen in seinem Gesamtumfang für die Förderung der Geowissenschaftlichen Sammlungen in Freiberg eingesetzt werden. Der Vorstand des VFF hat daraufhin beschlossen, die „Günter Heinisch-Stiftung des Fördervereins VFF für die Geowissenschaftlichen Sammlungen in Freiberg"zu gründen und zu betreuen. Diese Stiftung mit ihrem Kapitalstock in siebenstelliger Höhe wird den Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg dauerhaft und jährlich eine finanzielle Förderung ermöglichen, um den gemeinnützigen Stiftungszielen zu entsprechen:

  1. die wissenschaftliche Betreuung und Erweiterung der Sammlungen,
  2. die Förderung innovativer Forschungsansätze, die mit den Sammlungen in Bezug stehen,
  3. die Förderung öffentlicher Bildungsangebote mit den Sammlungen.

Der dreiköpfige Stiftungsvorstand wird das Stiftungswerk jährlich betreuen, der einem fünfköpfigen Stiftungskuratorium Rechenschaft abzulegen hat. Die Heinisch-Stiftung ist die erste kapitalstarke und vom VFF gegründete sowie betreute Stiftung zu Zwecken der TU Bergakademie. Sie dient als Beispiel für künftige ähnliche Vorhaben. Sie ist offen für weitere Stiftungen. Sie bietet sich als „Muster“ für Erblasser und auch vitale Förderer der TU Bergakademie an, die die Freiberger alma mater auf diesem Wege unterstützen und sich im Stiftungsnamen „unsterblich“ fassen wollen. Der VFF wird solchen Vermächtnissen stets treu nachkommen.

Heinisch-Stiftung

Heinisch-Stiftung


c/o Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e.V.

Akademiestraße 6 09599 Freiberg,

Zimmer 1.11 (Büro Nonnengasse 22)

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Das Günter-Heinisch-Erbe widerspiegelt aber auch die Ausstrahlungskraft der Geowissenschaftlichen Sammlungen in Freiberg. Es zeigt auch, wie langjährige persönliche und vertrauensvolle Kontakte von Bergakademisten in die Welt zu glücklichen Hinterlassenschaften führen können. Diese sind morgen notwendiger und fördernder als heute.

Günter Heinisch wurde 1931 in Hof als Sohn eines Rechtsanwalts geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er auf das Humanistische Gymnasium, an dem er 1949 die Abiturprüfung ablegte. Wegen der damals unsicheren wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse verzichtete er auf ein Universitätsstudium und absolvierte dafür eine Banklehre. Nach Ende der Lehrzeit wechselte Heinisch als Bankkaufmann an die Niederlassung der Dresdner Bank in Nürnberg, wo er vier Jahre blieb. 1957 folgte er einem Angebot des damals schon berühmten Porzellanherstellers Rosenthal, in der kaufmännischen Hauptverwaltung in Marktredwitz tätig zu werden. Bei diesem Unternehmen blieb Günter Heinisch bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden viele Jahre in führender Position als Leiter des Finanz- und Rechnungswesens einer Tochterfirma.

Der überzeugte Oberfranke hatte viele Hobbys. Sportlich interessierte ihn vor allem das Bergsteigen; daneben die Fotografie und das Briefmarkensammeln. Leidenschaftlich verbunden war er schon seit seiner Jugendzeit dem Mineralsammeln. Seine Sammlung verblüffte nicht nur Laien.

Im Mittelpunkt seines Lebens stand allerdings seit 1966 die Freimaurerei. In diesem Jahr wurde er in die Loge „Zum Morgenstern“ aufgenommen und drei Jahre später zum „Meister der königlichen Kunst“ erhoben. In seiner Loge versah der umfassend gebildete Günter Heinisch zahlreiche Ämter. Im Jahr 2011 wurde er aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Zwei Jahre später, am 1. August 2013, starb er nach langer Krankheit in einem Hofer Altenheim.

Foto von Andreas Massanek und Günter Heinisch

Günter Heinisch war als aktiver Sammler von der Mineralogischen Sammlung in Freiberg sehr beeindruckt, aber nicht nur von den Mineralen, sondern vor allem von den Aktivitäten der Mitarbeiter, sei es durch die regelmäßigen Sonderausstellungen in Freiberg oder die vielen Auftritte auf Mineralienmessen und Vortragsveranstaltungen außer Haus. So beschloss Günter Heinisch schon vor vielen Jahren, die Geowissenschaftlichen Sammlungen zu unterstützen. 

 

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