Ringvorlesung mit dem IÖZ

Was treiben die Deutschen in Afrika? Wald als Entwicklungspotential in Afrika. Eine fallstudienbasierte Diagnose

Basierend auf einen sozial-ökologischen Systemansatz werden Nutzung und Entwicklung von Wald in Afrika aus einer historischen Perspektive diagnostiziert. Eine vertiefende Analyse erfolgt für die drei Fallstudienländer Elfenbeinküste, Sudan und Äthiopien. Als eine wesentliche Ursache für die vielerorts beobachtbaren Zerstörungsprozesse von Natur wird die Sichtweise von Wald als kurzfristig nutzbare Naturressource identifiziert, welche stark eurozentrisch und derzeit auch durch China geprägt ist.
Als Gegenentwurf stehen endogene Modelle von ländlicher Entwicklung und Naturressourcennutzung zur Diskussion. Kooperation aus Europa bezieht sich hierbei vor allem auf die Entwicklung nachhaltiger lokaler Nutzungssysteme, Wertschöpfungsketten und Verarbeitungscluster unter Berücksichtigung volkswirtschaftlicher, nationaler Zielsetzungen. Als unterstützende Instrumente werden sozio-ökonomische Feldlabore (SFL) und partizipative Innovationsplattformen vorgestellt (PIP), welche in laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten in Sudan und Äthiopien Anwendung finden.

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Pretzsch
Institut für Internationale Forst- und Holzwirtschaft, Fakultät Umweltwissenschaften der TU Dresden

Veranstaltungsdetails
Termin: 
26. Juni 2017, 18:00 - 19:30
Veranstaltungsort: 
Wernerbau, Großer Hörsaal 1045, Brennhausgasse 14
Raum: 
WER-1045