Ressourcenuniversität

Führende Ressourcenuniversität Deutschlands

Die Rohstoffsicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Blick - von der Erkundung neuer Lagerstätten über die umweltschonende Gewinnung sowie die Entwicklung alternativer Energietechniken und effizienter Werkstoffe bis hin zum Recycling. Der Leitgedanke der nachhaltigen Entwicklung steht dabei immer im Mittelpunkt. Die TU Bergakademie legt somit die Grundlage für die umweltverträgliche Versorgung der Gesellschaft mit Ressourcen, die für ein globales Wirtschaftswachstum notwendig sind. Durch intensive Kooperationen mit der regionalen und nationalen Industrie sowie internationalen Unternehmen wird in Freiberg an den Grundlagen für die Praxis geforscht. Die Professoren der TU Bergakademie zählen seit Jahren zur absoluten Drittmittel-Elite in Deutschland. weiter 

250jährige Geschichte

A.G. WernerDen Anspruch, die aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft anzunehmen, verfolgt die Bergakademie heute genauso wie zu ihrer Gründung vor rund 250 Jahren. An der Ressourcenuniversität entdeckten Ferdinand Reich und Theodor Richter das Element Indium, Clemens Winkler fand in Freiberger Erzen das Element Germanium. Abraham Werner begründete die wissenschaftliche Mineralogie und Geologie. Wilhelm Lampadius entwickelte in Freiberg die erste Gasbeleuchtung für den europäischen Kontinent. weiter                                                                               

Die TU Bergakademie Freiberg und ihre lebendige montanistische Tradition

Die reichen Traditionen des sächsischen Berg- und Hüttenwesens hielten mit der Gründung der Bergakademie Freiberg 1765 ihren Einzug in die akademische Welt und verbreiteten sich von hier aus weiter. So kommt es, dass an den später gegründeten Bergakademien und bergbaulichen Fakultäten, wie der Bergbauuniversität St. Petersburg, der TU Clausthal, der Montanuniversität Leoben, der montanwissenschaftlichen Fakultät der RWTH Aachen und der AGH Krakow gleiche oder ähnliche akademische Gebräuche gepflegt und Symbole gebraucht werden. Sie sind heute ein unverwechselbares Merkmal in dem breiten Spektrum aller nationalen und internationalen Hochschulen und Universitäten. Die Angehörigen der Bergakademien bezeichnen sich gern als Bergakademisten.

Fünf charakteristische Identitäts- und Markenzeichen der TU Bergakademie Freiberg 

Die Symbole der Berg- und Hüttenleute bilden das Logo

Logo der TU BergakademieDas Symbol der Bergleute mit Schlegel und Eisen und das Symbol der Hüttenleute, das Hüttengezähe mit Kratze (links), Furkel (Mitte) und Stecheisen (rechts) sind im Logo der TU Bergakademie Freiberg vereinigt. Damit ist ihr Profil seit ihrer Gründung beschrieben, von A wie bergbauliche Aufsuchung der primären Rohstoffe bis Z wie metallurgische Zurückführung der sekundären Rohstoffe in den Wertstoffkreislauf. Alle Wissenschaftsdisziplinen der sechs Fakultäten leisten direkt oder indirekt ihren Beitrag für die Erforschung und Optimierung des Stoffkreislaufs der Rohstoffe, Wertstoffe und Werkstoffe. Dabei wahren sie natürlich ihre wissenschaftliche Eigenständigkeit.

Der Gruß „Glück auf!“ ist mehr als „Viel Glück!“ oder „Good luck!“

Bergakademisten gleich welcher Fachrichtung grüßen sich im deutschen Sprachraum mit dem alten Gruß der Bergleute „Glück auf!“, auch zu offiziellen Anlässen und als schriftliche Grußformel, wobei auch das Substantiv „Glückauf“ verwendet wird. Der Bergmannsgruß wurde zuerst im Jahre 1575 im erzgebirgischen Eibenstock schriftlich erwähnt. Soviel wir wissen, meinte man damit „Das Glück tue sich dir auf!“. Später dachte man vielleicht auf „Mit Glück wieder herauf“ an eine gesunde Heimkehr aus dem finsteren Schacht. Ein ins Aktive und Zukünftige gehender Sinn „Glück auf der guten Sache“ stammt vom Freiberger Studenten Theodor Körner. Er könnte an den Kampf für die Freiheit gedacht haben, in dem er 1813 sein Leben ließ. 

Zu akademischen Anlässen wird der Bergkittel getragen

In edlem Schwarz gehalten ist der Bergkittel, das Ehrenkleid der Bergleute. Er kann vom Studenten bis Professor, von Mann oder Frau und von Vertretern aller Fachdisziplinen getragen werden. Zu besonderen akademischen Anlässen ist er das bevorzugte Kleidungsstück. Mit dem Bergkittel ist man immer gut angezogen, dem Smoking gleichgestellt ist er eine ausgezeichnete Wahl für festliche Anlässe. Zum Bergkittel gehören eine schwarze Hose oder ein schwarzer Rock, für die Herren ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte; Damen bevorzugen farbenfrohere Kombinationen. Es ist Brauch, nur die drei letzten oberen Knöpfe geöffnet zu haben, selbst bei hochsommerlichen Temperaturen. Der Zuschnitt hat sich über die Zeit kaum verändert. Auf einem bekannten Bild sieht man Theodor Körner in einem Kittel, der der heutigen Form nahe kommt, nur trug er einen Gurt.
Unter den deutschsprachigen Bergakademien gibt es kleine, kennzeichnende Unterschiede. Der Ärmelspiegel des Clausthaler Bergkittels ist grün, der des Berliners (heute TU) weiß und der des Freibergers schwarz. Der Leobener Kittel, der sogenannte Biberstollen, ist mit goldenen statt schwarzen Knöpfen verziert. Ansonsten verträgt der Akademisten-Bergkittel keine Rangzeichen, so wie der Bergmann keine Unterschiede in der Verantwortung für den Kameraden kennt. Der preußische Bergkittel (auch Bochumer Bergkittel genannt), der zeitweise auch Uniform war, weist dagegen Rangabzeichen auf dem Kragenspiegel auf.

Das Steigerlied ist die „Hymne“ der Bergakademie

An den deutschsprachigen Bergakademien hat das Steigerlied „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“ den Charakter einer Hymne, erstmals in Gänze erwähnt 1678. Gesungen wird das Lied in gehobener Stimmung und immer im Stehen... und alle singen mit! Es gibt viele lokale Variationen, in Freiberg sind fünf Strophen Brauch. Sie sind leicht eingängig und sprechen zu uns in anrührenden Bildern. Das Steigerlied wird zum Schichtwechsel um Mitternacht als Höhepunkt feuchtfröhlicher Feiern wie zum Universitätsball oder zum Abschluss akademischer Festveranstaltungen gesungen. Der Auszug der Ehrengäste, des Rektorats und Senats beginnt immer mit der fünften Strophe „Und kehr ich heim, zum Schätzelein ...“.

Die Barbara-Feier schließt das Jahr ab

Der Tag der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, ist der 4. Dezember. Um diesen Tag herum findet die jährliche Barbara-Feier statt. Einzelne Institute und Einrichtungen, die dem Bergbau nahe stehen, halten ihre eigene Feier mit jeweils eigenem Ablauf ab. Üblich ist ein besinnlicher Rückblick auf das fast vergangene Jahr mit Dank an die Schutzpatronin, und es werden Auszeichnungen vergeben, wobei die Verleihung des Ehrenarschleders besonders beliebt ist. Die Barbara-Feier der Bergakademie wird vom Verein der Freunde und Förderer ausgerichtet. Hier treffen sich vor allem die Absolventen der Bergakademie bei Essen, Musik, Unterhaltung und reichlich Bier. Sie sitzen gern jahrgangsweise zusammen. 

Zahlen & Fakten

TU Bergakademie4.629 Studierende, 6 Fakultäten, 89 Professoren und 2 Sonderforschungsbereiche. 2016 haben die Freiberger Professoren 51,7 Mio Euro Drittmittel eingeworben. Das ist deutlich mehr als die Universität für den Grundhaushalt zur Deckung der laufenden Kosten erhält. weiter

Sammlungen von Weltrang für Forschung und Lehre

Unverzichtbar für Forschung und Lehre und einzigartig für Besucher sind auch die rund 40 wissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg. Zu ihrer berühmten Mineralogischen Sammlung wurde der Universität 2004 eine der größten und bedeutendsten privaten Mineraliensammlungen gestiftet. Deren schönste Exponate sind im Schloss Freudenstein in Freiberg in der Dauerausstellung „terra mineralia“ zu bewundern.

Sammlungen der TU BergakademieIm KRÜGERHAUS befindet sich seit 2012 die Ausstellung „Mineralogische Sammlung Deutschland“. Die TU Bergakademie hat dadurch in der Silberstadt einen europaweit einzigartigen Mineralien-Museumskomplex etabliert, der Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt ist. weiter