Bachelor Umwelt-Engineering

Umweltverträglichkeit, soziale Akzeptanz und internationale Wettbewerbsfähigkeit sind heute entscheidende Gesichtspunkte für die Gestaltung, den Bau und den Betrieb technischer Einrichtungen. Die Studierenden des Studienganges Umwelt-Engineering werden für diese Anforderungen ausgebildet. Besonderer Wert wird dabei auf die Vermittlung von Grundlagen- und Methodenwissen und fachübergreifender Inhalte gelegt – so, wie es der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) fordert.

Environmental Engineering became one of the most important fields of engineering. The course leeds to interdisciplinary skills in science and technology. In addition to the usual engineering basics the course offers special moduls concerning the environment such as Biology and Ecology, Environmental Management and Ecobalance. Students can choose one out of the following specializations:

  • Energy Systems and Heat Protection,
  • Quality and Environmental Management,
  • Environmental Biotechnology,
  • Recycling.

Throughout the program engineering principles are applied to real problems usually drawn from research projects of the faculty of Mechanical, Process and Energy Engineering to develop skills and problem-solving capacity in design, research and development, project engineering and management.


Studienkonzept

Praxisbezogenheit, Vorbereitung auf lebenslanges Lernen, Erwerb von Teamfähigkeit, Kostendenken und soziale Kompetenz sind die Kennzeichen des Studiengangs Umwelt-Engineering an der TU Bergakademie Freiberg. Darauf sind auch die Studien-, Projekt- und Abschlussarbeiten angelegt, die innerhalb und außerhalb der Universität – insbesondere auch an den Partnerhochschulen in aller Welt – absolviert werden können. Die Studien- und Prüfungsordnungen gewährleisten eine kurze Studiendauer. Die angebotenen Vertiefungsfächer decken typische Gebiete ab, in denen eine Balance von Technik und Umwelt in wachsendem Maße notwendig wird.

Die fremdsprachliche Ausbildung, meist in der Fachsprache englisch, ist ebenso Pflichtbestandteil des Studiums wie ein Grund- und ein Fachpraktikum. Das Grundpraktikum umfasst mindestens sechs Wochen und sollte möglichst schon vor Beginn des Studiums abgeleistet werden. Es kann aber auch bis zum fünften Fachsemester in den vorlesungsfreien Zeiten absolviert werden. Für das 14-wöchige Fachpraktikum im 7. Semester bietet sich ein längerer Auslandsaufenthalt an.


Studienablauf

Im Bachelorstudium erwerben die Studenten solide und umfassende Kenntnisse über die mathematisch-naturwissenschaftlichen, informationstechnischen, ingenieurwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen. Im Pflichtbereich ingenieurwissenschaften stehen Wärme- und Stoffübertragung, Mess- und Regelungstechnik sowie verfahrenstechnische Grundlagen auf dem Studienplan. Der Pflichtbereich Umwelt beinhaltet Umweltmanagement und Ökobilanzierung, Umweltkosten und Rechnungswesen, chemisch-dynamische Prozesse in der Umwelt und Grundlagen der Umwelttechnik. Als Vertiefungsrichtung können die Studierenden eine der Folgenden wählen.

Vertiefungsrichtungen

  • Energiesysteme und Wärmeschutz: Energetische Prozesse und Anlagen im industriellen, kommunalen und häuslichen Umfeld
  • Qualitäts- und Umweltmanagement: Überwachung und Steuerung der Produktion und Wechselwirkung mit der Umwelt
  • Umweltbiotechnologie: Anwendung biologischer Prozesse zur Realisierung von Produktionsabläufen (Bioverfahrenstechnik) und für Reinigungsverfahren (Umweltbioverfahrenstechnik)
  • Recycling: Projektierung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Reecyclingprozesse und zur Reinhaltung der Umwelt

Den Abschluss des Bachelorstudiums bildet die Bachelorarbeit im siebenten Semester.

Ablaufplan

Studienablaufplan Umwelt-Engineering

 

 

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 Vorlesungsverzeichnis: Stundenpläne des laufenden Semesters


Möglichkeiten nach dem Bachelor

Mit dem Bachelor erwerben die Studierenden einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss, mit dem Sie bereits nach sieben Semestern ins Arbeitsleben starten können. Empfohlen wird jedoch, die Ausbildung im Masterstudiengang Umwelt-Engineering fortzusetzen. Der Masterabschluss ist mit dem Diplom vergleichbar und berechtigt zur Promotion.

Start in das Masterstudium Umwelt-Engineering

Im Masterstudium bauen die Studierenden ihre Vertiefungsrichtung aus dem Bachelorstudium weiter aus. Darüber hinaus wird ein zweites Vertiefungsfach dazu gewählt. Die Fremdsprachenkompetenz soll gefestigt und die interdisziplinäre Arbeit vor allem im Rahmen der Projektarbeit gefördert werden. Hier wird auch die im späteren Berufsleben wichtige Teamarbeit besonders trainiert. Das wesentliche Bildungsziel des Masterstudiums ist die Vermittlung der Fähigkeit zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten.

Berufsbilder und Einsatzmöglichkeiten

„Heute gleicht der Ingenieur mehr einem technischen Arzt, der ein äußerst komplexes System Technik-Mensch-Umwelt repariert, am Leben hält und erneuert.“

Klaus Henning, Vorsitzender des berufspolitischen Beirats des VDI

Der Umweltingenieur findet Berufsfelder überall dort, wo Ingenieuraufgaben in enger Wechselwirkung mit dem jeweiligen ökonomischen und ökologischen Umfeld zu lösen sind. Häufig geschieht dies durch die Mitarbeit in interdisziplinär besetzten Gruppen oder durch deren Leitung. Typische Berufsfelder sind:

Forschung und Entwicklung

Erforschung der Wechselwirkungen zwischen technischen, ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Einflüssen und Auswirkungen und deren gezielter Nutzung für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Arbeit in interdisziplinär zusammengesetzten Gruppen mit Biologen, Klimatologen und anderen Naturwissenschaftlern sowie mit Wirtschaftswissenschaftlern, Juristen und Gesellschaftswissenschaftlern.

Produzierende Unternehmen

Planung und Entwicklung von neuen Produkten, Produktionsverfahren und Produktionsstätten im Zusammenhang mit deren Einbettung in ökologische, ökonomische und rechtliche Zusammenhänge. Neben der Leitung interdisziplinärer Teams ist der Dialog mit Behörden und Verbänden eine wesentliche Aufgabe.

Kommunale und Regionale Entwicklungsbüros

Planung und Bewertung von Ver- und Entsorgungseinrichtungen für Standorte von Industrie- und Gewerbeunternehmen, von Wohngebieten und kommunalen Einrichtungen im Zusammenhang mit ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verflechtungen.

Genehmigungs- und Überwachungsorgane

Ökologische Bewertung, Auditierung bzw. Zertifizierung von Unternehmen und Produkten. Die Genehmigungs- und Überwachungsorgane sind dabei Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung.

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Media: Ingenieur-Studiengänge in Freiberg