Master Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten

Vor über 100 Jahren begann der Automobilbau in Sachsen mit der Gründung der Firma Horch. Nach Expertenschätzungen gibt es heute allein in der sächsischen Automobilindustrie einschließlich der Zulieferer mehr als 500 Unternehmen mit ca. 70.000 Beschäftigten. Damit ist die Automobilindustrie in Sachsen, aber auch deutschlandweit, mit Abstand der bedeutendste Industriezweig, wobei auch die Zulieferindustrie als eine entscheidende wirtschaftliche Kraft anzusehen ist. Damit ist ein langfristiger Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften verbunden, insbesondere an Absolventen dieses werkstofforientierten Studienganges der TU Bergakademie.


Studienkonzept

Im Masterstudiengang werden weiterführende spezifische Kenntnisse auf dem Gebiet der Berechnung/Konstruktion, der Fertigung und des werkstoffgerechten Einsatzes von Fahrzeugkomponenten vermittelt. Neben einer weiterführenden mathematischen Ausbildung in Stochastik/Numerik erfolgt die Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Kenntnisse für den Fahrzeugbau, so zum Beispiel auf den Gebieten der Konzeption und Auslegung von Leichtbaustrukturen, der Konstruktionsanalyse, der Simulation sowie der Auslegung geschlossener Prozessketten der Ur- und Umformtechnik. Die Ausbildung erfolgt unter stetiger Einbeziehung vertiefter Kenntnisse zu den für den Fahrzeugbau relevanten Werkstoffgruppen. Masterabsolventen sind in der Lage, ihre Kenntnisse bezüglich der Prozesskette von der Berechnung/Konstruktion und Werkstoffauswahl über die Fertigungsplanung, die Ferti- gung bis hin zum Werkstoffeinsatz für bestehende relevante Aufgabenstellungen wissenschaftlich anzuwenden sowie neue Konzepte für den Fahrzeugbau zu entwickeln. Mit dem Master eröffnen sich dem Absolventen neue berufliche Betätigungsfelder, so zum Beispiel auf dem Forschungssektor. Zudem ist er Voraussetzung für eine Promotion.

Die Absolventen haben spezifische Kenntnisse auf dem Gebiet der Entwicklung und des Einsatzes von Fahrzeugkomponenten für Antrieb, Fahrwerk, Karosserie und Interieur. Besonderes Augenmerk wird auf die zum Einsatz kommenden Werkstoffgruppen und deren Ver- und Bearbeitung sowie auf das Beanspruchungsverhalten gelegt. Die Ausbildung wird durch einen wissenschaftlichen Beirat unterstützt, in dem unter ande- rem Audi, Porsche, DaimlerChrysler und VW vertreten sind. Besonders die Studierenden profitieren von dieser Zusammenarbeit.


Studienablauf

Ablaufplan

Studienablaufplan

 

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Stundenpläne des laufenden Semesters


 

Was kommt nach dem Master

Start in das Berufsleben

Berufsfelder der Absolventen des Studiengangs „Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten“ sind in der gesamten Zulieferindustrie und im Fahrzeugbau überall dort zu finden, wo das ingenieurtechnische Handeln im Komplex mit betriebswirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen im Vordergrund steht. Solche Aufgaben bestehen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Planung, Konstruktion sowie Management, Produktionslenkung und -überwachung bis hin zum Vertrieb, d. h. in allen Bereichen der Ingenieurtätigkeit im Fahrzeugbau und der damit verbundenen Zulieferindustrie. Zum Einsatz kommen die Absolventen sowohl in der Großindustrie als auch in mittelständischen Unternehmen.

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Wissenschaftliche Laufbahn

Studierende mit i.d.R. besonders guten Studien- und Prüfungsleistungen sind durch ihren Master- bzw. ihren Diplomabschluss zur Promotion berechtigt und können so ihre akademische Laufbahn weiter gestalten. Interessenten für eine Promotion an der TU Bergakademie Freiberg können sich entweder direkt bei einem Professor des entsprechenden Fachgebietes oder bei der Graduierten- und Forschungsakademie (GraFA) informieren.


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