Diplom Wirtschaftsingenieurwesen

Steckbrief

FakultätFakultät 6 - Wirtschaftswissenschaften
AbschlussDipl.-Wi.-Ing.
Regelstudienzeit10 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester (i.d.R. aber zum Wintersemester)
Zulassungsvoraussetzungen

Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung

BewerbungsfristBewerber mit deutschen Schulabschluss bis 30.09. bzw. 31.03. jeden Jahres. For internationals: please apply via uni-assist.

Studienkonzept

Allrounder – das ist die richtige Beschreibung für den Wirtschaftsingenieur, denn er ist durch seine breitgefächerte naturwissenschaftliche, ingenieurtechnische und betriebswirtschaftliche Ausbildung in nahezu allen Bereichen einsetzbar. Er soll an den Schnittstellen arbeiten, Spezialisten der verschiedenen Fachdisziplinen verstehen und Brücken zwischen den einzelnen Bereichen schlagen. So wird nicht nur ingenieurtechnischer Sachverstand von ihm verlangt, sondern auch ökonomisches Verständnis und die Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzudenken.

Der interdisziplinäre Diplomstudiengang vermittelt Kenntnisse und fachspezifische Methoden zur Behandlung und Lösung wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Probleme, die den Übergang in die Berufswelt ermöglichen. Der Studiengang umfasst vier Semester Grundstudium und sechs Semester Hauptstudium. Im Grundstudium erlernen die Studierenden aller Studienrichtungen mathematische-, natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Im 3. Semester erfolgt die Entscheidung für eine der 5 Studienrichtungen. Im Hauptstudium werden neben den wirtschaftlichen Modulen spezifische Kenntnisse der Vertiefungen vermittelt. Das erlernte Wissen wird im 7. Semester im Fachpraktikum angewendet. Hierbei wird eine berufstypische Aufgabe bearbeitet, die mit der Anfertigung eines großen Belegs wissenschaftlich vollendet wird. Die Beendigung des Studiums erfolgt mit dem Abschluss der Diplomarbeit im 10. Semester.

Studienablauf

Rohstoffgewinnung

Geotechnische Studienrichtung mit den Vertiefungen Tagebau und Tiefbau sowie Tiefbohrtechnik, Erdöl, Erdgas. Im Bereich des Tagebau und Tiefbau werden immense Mengen Energierohstoffe (Kohle), Hartsteine (u.a. Granit), Erze, Salze etc. gefördert. Neben der Aufsuchung, Erschließung und Gewinnung der Rohstoffe gewinnt auch die Rekultivierung ehemaliger Industriestandorte eine steigende Bedeutung. Die Vertiefung Tiefbohrtechnik, Erdöl, Erdgas legt ihren Fokus auf die Öl- und Gasgewinnung. Der immer noch steigende Bedarf an diesen Rohstoffen soll durch moderne und umweltschonende Fördermethoden abgedeckt werden. Ein weiteres Anliegen ist der wirtschaftliche Durchbruch der Tiefenenergie zur Erzeugung von Strom und Warmwasser aus Erdwärme.

Maschinenbau und Energie

Ingenieurtechnische Studienrichtung mit den Vertiefungen Maschinen und Anlagen sowie Energietechnik. Neben Dimensionierung und Konstruktion von Maschinen und Anlagen in allen Bereichen der Wirtschaft können prozesstechnische Fähigkeiten z.B. im Bereich der Aufbereitungstechnik erworben werden. Die Energietechnik beschäftigt sich mit Technologien, die notwendig sind um elektrische Energie, Wärme oder eine andere Energieform umweltschonend, effizient und wirtschaftlich bereitzustellen und zu nutzen.

Umwelt- und Verfahrenstechnik

Prozessorientierte Studienrichtung mit den Vertiefungen Verfahrenstechnik, Keramik, Glas, Baustoffe sowie Umwelttechnik. Die Vertiefung Verfahrenstechnik legt ihren Fokus auf die physikalische, chemische und biologischr Stoffwandlung. Die Ausbildung ist breit gefächert und vermittelt u.a. Kenntnisse von der Erzeugung und Nutzung von Wärme (z.B. in Kraftwerken) sowie der Herstellung verschiedenster Werkstoffe und Chemikalien (z.B. Kunststoffe). Dieses Wissen kann bei der Entwicklung umweltschonender und wirtschaftlicher Verfahren eingesetzt werden. Im Bereich Umwelttechnik können vertiefende Kenntnisse in den Bereichen regenerierbarer Energieträger, Bioverfahren in der Umwelttechnik, Stoffrecycling und Abfallwirtschaft erworben werden.

Werkstofftechnologie 

Metallurgische Studienrichtung mit den Vertiefungen Gießerei- und Umformtechnik sowie Werkstofftechnik, Stahl- und Nichteisenmetallurgie. Hochleistungsstähle im Automobil können im Notfall unser Leben retten, Leichtbauwerkstoffe sparen viele Millionen Tonnen Erdöl, moderne Kommunikationssysteme wären ohne Hochleistungswerkstoffe nicht denkbar. Um diese Produkte erzeugen zu können, müssen die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, was die Werkstoffeigenschaften beeinflusst und wie Werkstoffe mit den gewünschten Eigenschaften hergestellt werden.

Infrastruktur- und Technologiemanagement

Ingenieurtechnische Studienrichtung mit den Vertiefungen Infrastruktur- und Technologie management. Die Vertiefung Infrastrukturmanagement legt ihren Fokus auf die konstruktive Herstellung von Verkehrswegen, insbesondere Straßen und Tunnel. Neben der Dimensionierung und Konstruktion von Straßen, Brücken und Tunneln können auch vertiefende Kenntnisse über baubetriebliche Aspekte erworben werden. Das Ziel des Technologiemanagements besteht in der Entwicklung bis hin zur Markteinführung und Etablierung neuer Produktionsverfahren. Schwerpunkt des Studiums bilden Fächer des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik unter Einbezug neuester Forschungsgebiete (z.B. Elektromobilität).

Berufsfelder

Universelle Einsatzmöglichkeiten in Großbetrieben sowie Klein- und mittelständischen Unternehmen u.a. in den Branchen: Automobilindustrie & -zulieferindustrie, Grundstoffindustrie & Chemische Industrie, Maschinen- und Anlagenbau, Energieversorger, Bauwesen und Umweltschutz.

Die Absolventen des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen haben vielseitige Berufsfelder. Typischer Einsatz zur technischen Problemlösung auf Basis betriebswirtschaftlicher Anforderungen u.a. in den Bereichen: Projektmanagement, Produktion / Fertigung, Transport / Verkehr / Logistik, Marketing / Vertrieb, Beratung und Controlling.

Erfolgsgeschichten von Absolventen

Desirée Heinze, M.Sc., Robert Bosch GmbH: Als I4.0-Koordinatorin ist sie in den Zentralbereichen Beschichtung und Wärmebehandlung die Schnittstelle zwischen den Anforderungen der Fertigungsbereiche und der IT und findet Lösungen um die Fertigung digitaler, transparenter und schlanker zu gestalten.

Robert Straube, Dipl.-Wi.-Ing., VINCI Concessions: Als Projektmanager arbeitet er in einem internationalen Bau- und Konzessionsunternehmen in der Projektentwicklung und Projektumsetzung von großen Infrastrukturprojekten (wie z.B. Autobahn- und Eisenbahnprojekten).

Marie Keil, M.Sc., Hydro Aluminium Rolled Products: Als Trainee für den Technical Customer Support im Bereich Packaging Can steht sie in enger Zusammenarbeit mit der Produktion und dem Kunden, um technische Herausforderungen zu lösen, sowie Produktentwicklungen voranzubringen.

Bernd Saupe, Dipl.-Ing.oec, BDS Dienstleistungsgesellschaft: Als Internationaler Gründungs- & Unternehmensberater ist er für die Beratung und Entwicklung von Startups sowie KMUs von der Vorgründungsphase über die Unternehmensentwicklung bis hin zur aktiven Nachfolgegestaltung zuständig.

Sebastian Scholz, M.Sc., German eTrade GmbH / Felgenoutlet: Als Projekt- und Prozessmanager koordiniert und optimiert er alle Tätigkeiten, die notwendig sind, um Ideen und Vorhaben Realität werden zu lassen.

Marcel Kalauch, M.Sc, SchoPlast Plastic GmbH: Als Projektingenieur ist er mit der Leitung und Organisation verschiedener interner Projekte betraut, die zur Prozessoptimierung dienen.

Anne-Katrin Rössel, Dipl.-Wirt.-Ing., ancorro / Feuerfest- und Schmelztechnologie (Unternehmensausgründung Lehrstuhl für Glas- und Emailtechnik TU Freiberg): Als Laborleiterin ist sie überwiegend im technischen Bereich tätig.

 

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