Versicherungsschutz für Studenten

 

Übersicht

Krankenversicherung

Allgemeine Hinweise

Alle Studierenden müssen während der gesamten Dauer ihres Studiums an der TU Bergakademie Freiberg (TU BAF) eine gültige Krankenversicherung nachweisen. Ihre Immatrikulation wird nur gegen Vorlage eines gültigen Krankenversicherungsnachweises vorgenommen. Erst dann erhalten Sie Ihren Studentenausweis für die TU BAF.

Sollten Sie im Laufe Ihres Studiums an der TU BAF Ihre Verpflichtungen gegenüber Ihrer Krankenkasse nicht erfüllen bzw. das Versicherungsverhältnis beenden, erhält die TU BAF automatisch eine entsprechende Mitteilung Ihrer bisherigen Krankenkasse und Ihnen wird die Rückmeldung für das Folgesemester versagt. Das heißt: Sie können Ihr Studium an der TU BAF nicht fortsetzen.

Bei der Exmatrikulation endet Ihr Anspruch auf Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung als Student. Setzen Sie sich daher nach Ihrer Exmatrikulation zeitnah mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung.

Gesetzliche Krankenversicherung

Wenn Sie eine Zulassung zum Studium an der TU BAF beantragen, müssen Sie (bis spätestens zum Semesterbeginn) eine Mitgliedsbescheinigung Ihrer zuständigen gesetzlichen Krankenversicherung vorlegen. Diese besteht aus drei Teilen:

  1. Versicherungsbescheinigung
  2. Ein Meldevordruck für Ihre Anmeldung (wird von der TU BAF ausgefüllt)
  3. Ein Meldevordruck für Ihre Abmeldung (wird von der TU BAF ausgefüllt)

Eine solche dreiteilige Bescheinigung Ihrer aktuellen Krankenkasse ist auch erforderlich, wenn Sie während des Studiums an der TU BAF Ihre Krankenkasse wechseln. Dies gilt auch für Familienversicherte.

Eine Kopie Ihrer Krankenkassen-Chipkarte reicht als Versicherungsnachweis nicht aus.

Weitere Informationen zu den Beitragssätzen in der gesetzlichen Krankenversicherung:

  • Gesetzliche Neuregelung der Beitragssätze für die Studentische Krankenversicherung (KvdS) ab 2015
    Übersicht zum Download

Private Krankenversicherung

Wenn Sie privat versichert bzw. über Ihre Eltern beihilfeberechtigt oder privat familienversichert sind, müssen Sie bis Semesterbeginn folgenden Nachweis vorlegen:

  • Eine Kopie der Bescheinigung über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht.

Diese Befreiung erhalten Sie bei Vorlage Ihres privaten Krankenversicherungsvertrages bei jeder gesetzlichen Krankenkasse. Diese wird i. d. R. nur einmal ausgestellt, daher ist es ratsam, dass Sie das Original Ihrer Befreiungsbescheinigung behalten und an der TU BAF bzw. anderen Behörden stets nur eine Kopie einreichen.

Die Befreiung gilt grundsätzlich für die gesamte Dauer Ihres Studiums und kann nur zu Studienbeginn beantragt werden. Das heißt: Wenn Sie sich zu Studienbeginn gegen eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden (und sich privat krankenversichern), können Sie während des Studiums nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Freie Heilfürsorge

Berufssoldaten sind während ihrer Dienstzeit über die sogenannte Freie Heilfürsorge krankenversichert. Nach Ende der Dienstzeit gilt diese Versicherung in der Regel zwei Jahre weiter.

Mit der Bewerbung an der TU BAF müssen Sie daher folgenden Nachweis vorlegen:

  • Eine Kopie der Bescheinigung von einer gesetzlichen Krankenversicherung, die bestätigt, dass Sie nicht versicherungspflichtig sind.

Diese erhalten Sie bei Vorlage Ihres Versicherungsnachweises der Freien Heilfürsorge bei jeder gesetzlichen Krankenkasse.

Achtung:

Sie sollten sich nicht explizit von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen, da Ihnen dadurch u. U. Nachteile nach Auslaufen des Versicherungsschutzes über die Freie Heilfürsorge entstehen (z. B. kann Ihnen ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung verwehrt werden, da Sie von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit wurden).

Unfallversicherung

Eingeschriebene Studierende sind im Rahmen der Gesetzlichen Unfallversicherung (SGB VII) bei Unfällen mit Körperschaden unfallversichert. Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung ist für Universitäten und Hochschulen Sachsens die Unfallkasse Sachsen:

Postanschrift: Unfallkasse Sachsen
                     Körperschaft des öffentliches Rechts - Gesetzliche Unfallversicherung
                     Postfach 42
                     01651 Meißen

Telefon:          + 49 (0)3521 724 314

E-Mail:           sekretariatatunfallkassesachsen [dot] com

Internet:          www.unfallkassesachsen.com

Der Name des Unfallversicherungsträgers muss dem Arzt bei einer Erstversorgung genannt werden. Weitere bzw. spätere Unfallfolgen sind ebenfalls über diese Adresse anzuzeigen.

Wofür besteht der Versicherungsschutz?

Versicherungsschutz besteht für Unfälle, die ein Studierender in ursächlichem Zusammenhang mit dem Studium an der TU Bergakademie Freiberg erleidet, das heißt die Tätigkeit des Studierenden muss dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Universität zuzurechnen sein. Organisatorischer Verantwortungsbereich umfasst seitens der Universität Weisungs- und Kontrollrechte bezüglich Durchführung, Zeit, Ort, Form und Dauer der Tätigkeit. Bei allen Studientätigkeiten ist zu beachten, dass es daneben auch einen privaten Lebensbereich gibt, der nicht der gesetzlichen Unfallversicherung unterliegt, sondern der privaten Krankenversicherung. Jeder Unfall ist durch den Studierenden oder einen Beauftragten (Zeuge) innerhalb von drei Arbeitstagen der Stabsstelle Arbeitssicherheit zu melden. Das Formular ist im Internet (s. o.) abzurufen. Das gilt auch bei erfolgter ärztlicher Erstversorgung am Unfallort bzw. bei einer Unfallbehandlung.

Bei Unfällen auf dem Gelände der Mensa, in der Mensa und in einem Wohnheim ist die Unfallmeldung über das Studentenwerk abzugeben.

Das Ausfüllen des Formulars (Unfallanzeige für Kinder in Kindergärten, Schüler, Studierende) erfolgt:

  • in der Fakultät bzw. im Institut bei Wegeunfällen von der Wohnung/Wohnheim zur Lehrveranstaltung und zurück, bei Unfällen im Hörsaal, Praktikums- oder Seminarraum, bei Studienarbeiten bzw. bei Exkursionen
  • im Dezernat 2/Studentenbüro bei Wegeunfällen, bei Fahrten vom und zum Heimat- oder Hochschulort, bei Hin- bzw. Rückfahrt zu Beginn und Ende des Praktikums
  • im Universitätssportzentrum im Zusammenhang mit der Teilnahme an den vom Universitätssportzentrum organisierten und geleiteten Sportveranstaltungen.

Vom Lehrenden bzw. Dezernat 2 ist das Formular zur Kenntnis zu unterschreiben. Nichterfüllung der Meldepflicht ist eine Ordnungswidrigkeit.

Hinweise zur Fahrgemeinschaft

Eine Fahrgemeinschaft unter Studierenden kann sich durch mündliche Absprache bilden, wobei die Teilnehmer bei einem Unfall mit Körperschaden der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen, auch wenn es keinen gemeinsamen Zielort gibt. Allerdings müssen Haftungs- bzw. Schadensersatzansprüche privatrechtlich geklärt werden.

Ausnahmen: Arbeits- und Wegeunfälle im Zusammenhang mit einer Tätigkeit im Grundpraktikum (Schichten) oder in einem Praxissemester müssen in der Verantwortung des Betriebes bearbeitet werden. Der Betrieb ist Mitglied einer Berufsgenossenschaft und hat die Verpflichtung zur Einstellungsunterweisung, zur Bereitstellung von Körperschutzmitteln und zur Meldung von Unfällen (vgl. Ordnung der TU Bergakademie Freiberg für das Grundpraktikum und Ordnung der TU Bergakademie Freiberg für das Praxissemester in der jeweils gültigen Fassung).

Betriebspraktika und Studienaufenthalt im Ausland

Während einer betriebspraktischen Tätigkeit bzw. bei einem Studienaufenthalt im Ausland besteht keine gesetzliche Unfallversicherung. Dafür sollte eine private Unfallversicherung abgeschlossen bzw. die private Krankenversicherung erweitert werden, evtl. gekoppelt mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung bzw. Haftpflichtversicherung.

Exkursionen

Für Teilnehmer an von der TU Bergakademie Freiberg organisierten und geleiteten Exkursion ins Ausland besteht der Unfallversicherungsschutz insofern, dass Arztkosten nachträglich erstattet werden. Auch hier sollte eine private Reiseunfallversicherung abgeschlossen werden, um auch einen evtl. Rücktransport einzuschließen. Als Diplomand unterliegt man nur dann der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn die Diplomtätigkeit auf dem Gelände bzw. in Räumen der TU Bergakademie Freiberg ausgeübt wird.

Wichtige Telefonnummern

  • Rettungsdienst 112
  • Feuerwehr 112
  • Polizei 110
  • Stabsstelle Arbeitssicherheit (von 07.00 - 16.00 Uhr besetzt): + 49 (0)3731 39-2577
  • Betriebsärztin: Dipl.-Med. Beate Herrmann, Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin, Herzog-Heinrich-Ring 17, 09599 Freiberg (Lageplan), Tel.: +49 (0)3731 23 43 9

Die Notrufnummern (112, 110) funktionieren von jedem Haustelefon aus, auch unentgeltlich von einem Münztelefon, ebenso von einem Handy

Bereiten Sie sich vor, folgende Informationen zu geben (die "Fünf W"):

  1. Wo ist der Unfallort/Brandort (Ort, Straße, Gebäude, Etage)?
  2. Was ist geschehen? Wie viele Verletzte?
  3. Welche Art von Verletzungen liegen vor (z. B. Verbrennungen, Blutungen)?
  4. Wer ruft an?
  5. Warten auf telefonische Rückfragen: Unbedingt sollte der Anrufer, den einen Unfall meldet, so lange am Telefon bleiben bis die Notdienststelle das Gespräch beendet hat. Auf keine Fall davor auflegen! Evtl. Rückfragen können für die Rettung entscheidende Hinweise bringen.

Bleiben Sie an einem markanten Ort (Gebäudeeingang), um dem Arzt oder der Feuerwehr den Unfallort bzw. Brandstelle zu zeigen.

Evakuierung

Zunehmend sind in den Gebäuden der TU Bergakademie Freiberg Brandmeldeanlagen installiert, die durch Rauchmelder die Alarmsirene auslösen. Bitte beachten Sie Rauchverbotsschilder bzw. kegelförmige Sensoren an den Decken der Flure bzw. Räume, die bei Rauch- oder Staubeinwirkung aktiviert werden.

Bitte beachten Sie auch die rotumrandeten Notruftafeln und die Flucht- und Rettungswegpläne, die in Fluren, Seminarräumen, Hörsälen und Praktikumsräumen hängen. Sie informieren über wichtige Telefonnummern, das Verhalten bei Brand/Unfall, die Standorte der Löscheinrichtungen und Sammelplätze.

Verhalten im Brandfall

  • Ruhe bewahren
  • Brand melden (Notruf 112)
  • In Sicherheit bringen:
    • gefährdete Personen warnen
    • hilfsbedürftige Personen (Behinderte, Fremde)
    • Türen und Fenster schließen
    • dem Fluchtweg folgen, Sammelplatz aufsuchen
    • keinen Aufzug benutzen
  • Löschversuch unternehmen:
    • Feuerlöscher benutzen

Weitere Informationen bzw. Rückfragen

 

 

Peter Drees


Stabsstelle Arbeitssicherheit

Nonnengasse 22, Zimmer 1. OG

Telefon +49 3731 39-2577
Peter [dot] Dreesatzuv [dot] tu-freiberg [dot] de