Experten im Interview

Zum Studiengang Angewandte Naturwissenschaft

Unser Experten sind Prof. Heitmann (H) und Dr. Tischler (T) für den Studiengang Angewandte Naturwissenschaft.  

Was genau steckt hinter dem Studiengang Angewandte Naturwissenschaft?

Dr. Tischler (2.v.l.) und Prof. Heitmann (3. v. r.)H: Was ich in der Forschung zunehmend beobachtet habe, ist die Entstehung fachübergreifender Arbeitsgruppen, in denen Kenntnisse von weit mehr als nur einer einzigen Studienrichtung von Mathematik über Chemie und Physik bis hin zur Biologie benötigt und vereint werden.

T: Und hier setzt der Studiengang an: In Freiberg verbinden wir eine breite naturwissenschaftliche Allgemeinbildung im Bachelor mit einer gezielten Spezialisierung im Master. So lernen die Studenten über den Rand jeder Einzelwissenschaft hinaus zu denken und zu agieren. Die starke Verknüpfung des Studiengangs zu Forschung und Industrie ermöglicht es zudem, das theoretisch erlernte Wissen direkt in der Praxis anzuwenden.

Was sollte ich mitbringen, wenn ich Angewandte Naturwissenschaft studieren möchte?

H: Es gibt keinen typischen NAT-Studenten. Die meisten sind Leute, die sagen: ich bin naturwissenschaftlich interessiert. Viel wichtiger ist es aber, mit Neugier und Offenheit an den Studiengang heranzugehen. Physik muss nicht immer das Hauptinteresse sein, sondern kann sich im Laufe des Studiums erst dahingehend entwickeln. Ich denke, für die Biologie ist das ähnlich, oder?

T: Ja, in der Biologie ist es ähnlich. Es ist zwar hilfreich einen Mathe-, Physik- oder Biologieleistungskurs in der Schule belegt zu haben, wir frischen die Grundlagen aber im Bachelorstudium noch einmal auf und wiederholen diese.

Wie sehen für mich die Berufsperspektiven aus?

H: Das ist tatsächlich vertiefungsspezifisch. In der Physik promoviert die Mehrheit der Studenten nach dem Master. Und wer diese abgeschlossen hat, geht dann in der Physik wirklich in die verschiedensten Bereiche, sowohl im angewandten Bereich als auch in der Grundlagenforschung. In Sachsen sind beispielsweise viele Absolventen in Instituten und Firmen des Halbleitersektors wie bei Infineon, Freiberg Instruments, Siltronic oder Wacker tätig.

T: Auch in der Biovertiefung schließt sich nach dem Master bei den meisten Absolventen eine Promotion an. Wer nicht promoviert und in die Industrie geht, übernimmt als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Leitung von Laboren oder wird technischer Mitarbeiter. Falls man entsprechende Chemiemodule im Master belegt hat, ist außerdem ein Einstieg als Analytiker bei Geräteherstellungsunternehmen möglich.

Was ist in Freiberg anders als bei vergleichbaren Fächern anderer Universitäten?

H: Die Freiberger Universität verfügt im Gegensatz zu anderen Unis über einen konsekutiven Master. In diesem können sich die Studenten je nach persönlichem Interesse in den zwei Bereichen Umweltnaturwissenschaft/Biotechnologie oder Festkörperphysik spezialisieren. In der Physik setzen wir uns dann beispielsweise eingehend mit Strahlen- und Laserphysik oder magnetischen Materialsystemen auseinander.

T: In der Biologie vermitteln wir, anders als an anderen Universitäten, bereits ab dem ersten Semester ein breites Grundlagenwissen. Im Master lernen unsere Studenten dann die modernen molekular-biochemischen Grundlagen der Gentechnik und Umweltmikrobiologie sowie die Nutzung von Biokatalysatoren für den Schadstoffabbau kennen.

Gibt es Möglichkeiten, schon vor einer Immatrikulation ins Studium reinzuschnuppern?

H: Ja, dafür haben wir die BioNanoTec-Woche ins Leben gerufen, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die Plätze waren letztes Mal innerhalb kürzester Zeit besetzt.

T: Für 2017 haben wir 24 Plätze für neugierige, naturwissenschaftlich interessierte Schüler. Das dreitägige Programm (10. - 13. Juli) beinhaltet eine Führung durch die Stadt und den Campus, kleine Einführungsvorlesungen und Laborexperimente in sowohl der Physik als auch der Biologie, die die Schüler eigenständig durchführen.

Für weitere Fragen stehen Prof. Heitmann und Dr. Tischler zur Verfügung:

Prof. Dr. rer. nat. Johannes Heitmann
Leipziger Str. 23, Zi. 17
Telefon +49 3731 39-2590
Johannes [dot] Heitmannatphysik [dot] tu-freiberg [dot] de

Dr. Dirk Tischler
Leipziger Str. 29
Telefon +49 3731 39-4153
dirk [dot] tischleratioez [dot] tu-freiberg [dot] de


 Zum Studiengang Geoökologie

Unser Experte ist Prof. Matschullat, Professor und Studiendekan für den Studiengang Geoökologie

Was genau steckt hinter dem Studiengang Geoökologie?

Prof. Dr. Jörg MatschullatGeoökologie ist eine an Umweltproblemen orientierte, interdisziplinäre Naturwissenschaft. Sie beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Prozessen und Wechselwirkungen in unseren Umweltsystemen. Hauptziel der Fachdisziplin ist es, unsere Umwelt zu schützen und für einen nachhaltigen Umgang Sorge zu tragen. Geoökologen verfügen über ein sehr breites Wissen, um beispielsweise Umweltverträglichkeitsuntersuchungen durchzuführen, Konflikte zwischen Interessensgruppen auszugleichen sowie realistische und robuste Lösungen für konkrete Umweltprobleme zu entwickeln – bis hin zur Mitwirkung an der Beantwortung der großen Fragen zum Globalen Wandel.

 

Was sollte ich mitbringen, wenn ich Geoökologie studieren möchte?

Den Wunsch und die Bereitschaft, sich mit der Komplexität von Natur und den stattfindenden Prozessen im Detail auseinanderzusetzen, Umwelt zu verstehen und damit arbeiten zu lernen. Also Freude an kniffligen Aufgaben, Standhaftigkeit und Durchsetzungsvermögen. Zudem sollte man Freude an Kommunikation und kluger Argumentation haben. Wer gerne und unabhängig von der Witterung im Gelände arbeitet, egal, ob über oder unter Wasser, im Flachland oder im Gebirge, in polaren oder tropischen Systemen, für den ist Geoökologie das Richtige. 

Wieso sollte ich Geoökologie gerade an der TU Bergakademie Freiberg studieren?

In Freiberg bieten wir eine besonders breite Ausbildung. Kein Standort bietet mehr Möglichkeiten, um praktische Erfahrungen zu sammeln – im Gelände sowie in zahlreichen Laborpraktika. Zudem ist die Betreuung in Freiberg gut und intensiv – wir wollen, dass Sie erfolgreich sind. Wer ehrgeizig ist und leistungsbereit, kann hier die optimale Ausbildung im Bachelor- und Masterstudium erhalten. Während sich der Bachelor den naturwissenschaftlichen Grundlagen widmet, mit einer kleinen Spezialisierung zum Abschluss, kann im Masterstudium aus verschiedenen Vertiefungen in Bereichen wie Lebenswissenschaften, Boden- und Gewässerschutz sowie Atmosphären- und Klimaforschung und auch Geotechnik gewählt werden.

Unser naturwissenschaftliches Studium ist anspruchsvoll, bietet künftigen Absolventen aber bemerkenswerte Möglichkeiten und Perspektiven, um in diesem Bereich erfolgreich beruflich tätig zu werden. Dieser Bogen spannt sich von Consulting-Firmen und Engagement in der Industrie über Forschung und Lehre bis hin zu Medienarbeit und Politikberatung.

Für weitere Fragen steht Prof. Matschullat zur Verfügung:

Prof. Dr. Jörg Matschullat 
Brennhausgasse 14, Zimmer 36
Telefon +49 3731 39-3399
joerg [dot] matschullatatioez [dot] tu-freiberg [dot] de


 Zum Studiengang Angewandte Mathematik

Unser Experte ist Prof. Sonntag, Studiendekan des Diplomstudiengangs Angewandte Mathematik.

Was genau steckt hinter dem Studiengang Angewandte Mathematik?

Prof. Martin SonntagMathematik ist nicht nur eine kulturelle Errungenschaft der Menschheit, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für alle Bereiche der Naturwissenschaft und Technik. Das Studium kombiniert die klassischen mathematischen Grundlagenfächer mit einem breiten Anwendungsspektrum von den Geo-, Umwelt-, Material-, Energie-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zur Informatik. Damit sind unsere Absolventen in der Lage, komplexe natur-, ingenieur- oder wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen wie das Planen von Standorten, das Lenken von Verkehrsströmen, das Abschätzen von Chancen und Risiken im Versicherungswesen und anderes mehr mit Hilfe mathematischer Modelle zu beantworten. 

Was sollte ich mitbringen, wenn ich Angewandte Mathematik studieren möchte?

Was unsere Studenten auf jeden Fall mitbringen sollten, ist Interesse an der Mathematik, mathematischen Fragestellungen bzw. der mathematischen Modellierung praktischer Probleme. Man muss aber kein Mathegenie sein – viel wichtiger sind Fleiß und Ausdauer beim Studieren und Lernen. Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich intensiv mit dem vermittelten Stoff auseinanderzusetzen und diesen in praktischen Übungen anzuwenden. 

Wieso sollte ich Angewandte Mathematik gerade an der TU Bergakademie Freiberg studieren?

Die Kombination der klassischen mathematischen Grundlagenfächer mit den vielfältigen praktischen Anwendungsmöglichkeiten ist einzigartig in Deutschland. Die TU Bergakademie Freiberg ist zudem eine der wenigen Universitäten deutschlandweit, die Mathematik als Diplomstudiengang anbieten. Das Diplom bietet einen idealen Rahmen für ein ausgewogenes und perfekt abgestimmtes Gesamtstudium der Mathematik über neun Semester.

Die umfangreiche Palette der Anwendungsfächer in Kombination mit den Vertiefungsrichtungen (Operations Research, Modellierung und Wissenschaftliches Rechnen, Mathematische Methoden der Informatik) ermöglicht es unseren Studenten, ihr Studium individuell ihren persönlichen Interessen anzupassen. Dabei profitieren unsere Studierenden auch von der überschaubaren Größe unserer Universität, die ein exzellentes Betreuungsverhältnis sowie den intensiven Kontakt zu den Professoren ermöglicht (siehe Hochschulranking der „Zeit“ 2015/16). Nicht umsonst sind unsere Mathematikerinnen und Mathematiker auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Das Spektrum reicht dabei von High-Tech-Firmen, Softwareunternehmen, Forschungsinstituten und Entwicklungsabteilungen in der Industrie über die Bereiche Controlling und Logistik bis hin zu Banken und Versicherungen.

Für weitere Fragen steht Prof. Sonntag zur Verfügung:

Prof. Dr. rer. nat. habil. Martin Sonntag
Prüferstraße 1, Zimmer 1.06 
Telefon +49 3731 39-3306 
sonntagatmath [dot] tu-freiberg [dot] de


 Zum Studiengang Geotechnik und Bergbau

Unser Experte ist Prof. Reich, Studiendekan des Studiengangs Geotechnik und Bergbau.

Was versteckt sich hinter dem Studiengang Geotechnik und Bergbau? 

Prof. ReichDie Erdkruste ist die Existenzgrundlage unserer modernen Gesellschaft. Wir gewinnen aus ihr alle Energie- und Industrierohstoffe und nutzen sie als Baugrund. Im Studiengang Geotechnik und Bergbau werden alle Kenntnisse vermittelt, um in äußerst vielseitigen Betätigungsfeldern als Diplom-Ingenieur eingesetzt werden zu können.

Im Grundstudium erwerben unsere Studierenden allgemeine Fähigkeiten, die Ingenieure zwingend benötigen. Neben Mathematik, Technischer Mechanik, Chemie, Thermodynamik, Elektrotechnik werden auch Grundkenntnisse in bspw. Geologie, Betriebswirtschaftslehre oder Bergrecht vermittelt. Im anschließenden Hauptstudium vertiefen sich unsere Studenten im Bergbau auf die ökonomische, sichere und nachhaltige Gewinnung mineralischer Rohstoffe (z. B. Kohle, Sand, Kies, Erz) oder spezialisieren sich in der Tiefbohrtechnik sowie in Erdgas- und Erdölgewinnung auf die Gewinnung fließfähiger Rohstoffe (Öl, Gas, Wasser). Weitere Vertiefungsrichtungen betrachten in der Geotechnik den Untergrund als Baugrund oder befassen sich im Spezialtiefbau mit der Platzierung von Bauwerken im Untergrund. In jeder Vertiefungsrichtung haben unsere Absolventen mit Hightech vom Feinsten zu tun.

Was sollte ich mitbringen, wenn ich Geotechnik und Bergbau studieren möchte?

Da die Rohstoffe, die wir zum Leben brauchen, immer globaler gewonnen und gehandelt werden, müssen unsere Absolventen in zunehmendem Maße weltweit denken und agieren. Ein wenig Abenteuerlust, Flexibilität und Weltoffenheit sollte also dabei nicht fehlen. Außerdem natürlich, wie in jedem Ingenieursberuf, ein gesundes Interesse an Technik, Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Leistungswillen.

Wieso sollte ich Geotechnik und Bergbau gerade an der TU Bergakademie Freiberg studieren?

Spezielle Studiengänge wie der Studiengang Geotechnik und Bergbau werden generell nur an sehr wenigen Universitäten angeboten. Aber genau das ist so besonders an einem Studium in Freiberg! Lernen und Arbeiten in Gruppen in Schulklassenstärke oder täglicher Austausch mit seinen Professoren sind einige der Vorteile an der TU Bergakademie Freiberg. Die Professoren kennen unsere Studenten im Laufe des Studiums namentlich und wissen, welche besonderen Interessen und Begabungen sie haben. So können die Absolventen unseres Studienganges besonders effektiv an die Industrie vermittelt werden. Durch den engen Kontakt der einschlägigen Industrie mit unserer Universität haben besonders leistungsfähige Studenten hervorragende Chancen, ein Stipendium zu erhalten. Und unser bewährter Abschluss des Diplom-Ingenieurs ist überall auf der Welt ein Gütesiegel.

Für weitere Fragen steht Prof. Reich zur Verfügung:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Reich
Agricolastraße 22, Zimmer 218 
Telefon +49 3731 39-2491
Matthias [dot] Reichattbt [dot] tu-freiberg [dot] de  


Zum Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

Unser Experte ist Prof. Höck, Studiendekan des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen.

Zunächst einmal, was steckt eigentlich hinter dem Begriff Wirtschaftsingenieurwesen?

Prof. Dr. Michael HöckGerade für heutige Unternehmen sind effiziente und effektive Betriebsabläufe wichtig, um eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Das Wirtschaftsingenieurwesen ist die Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaft und dem Ingenieurwesen. Das heißt: Wir betrachten die verschiedenen Prozesse, zum Beispiel in den Bereichen Produktion, Logistik, Beschaffung oder Vertrieb, und erarbeiten Theorien, Methoden und Werkzeuge, um diese besser planen und steuern zu können.

Was sollte ich mitbringen, wenn ich Wirtschaftsingenieurwesen studieren möchte?

Durch die breitgefächerte Ausbildung ist der Wirtschaftsingenieur in nahezu allen Bereichen einsetzbar. Die mathematisch-, natur-, ingenieurwissenschaftlichen Fächer werden im Studium mit wirtschaftswissenschaftlichen und juristischen Disziplinen kombiniert. Daher ist neben einem Interesse an Wirtschaft und Technik, auch ein analytisches Verständnis sowie die Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzudenken, von Vorteil.

Wieso sollte ich Wirtschaftsingenieurwesen gerade an der TU Bergakademie Freiberg studieren?

Kurz gesagt: Wer bei uns studiert, wird ein wahrer Allrounder, dem nach dem Studium alle Türen offenstehen. Neben der praxisnahen Ausbildung genießen unsere Studenten eine exzellente Betreuung und eine hervorragende Laborausstattung. Zudem bieten wir vielfältige und zum Teil einzigartige Vertiefungsmöglichkeiten im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an. Neben den Klassikern, wie dem Maschinenbau oder der Werkstofftechnologie, können sich unsere Studenten im Bereich der Rohstoffgewinnung speziell für Vertiefungsrichtungen im Tagebau und Tiefbau, Tiefbohrtechnik oder Erdöl und Erdgas entscheiden. Wer sich innerhalb der Verfahrenstechnik auf Keramik, Glas und Baustoffe spezialisieren möchte, kann dies ebenfalls tun. Durch die kombinierte Ausbildung in Wirtschaft und Technik bieten sich dem Wirtschaftsingenieur zahlreiche Karrierechancen und Zukunftsperspektiven in den Bereichen Projektmanagement, Produktion/Fertigung, Logistik, Marketing/Vertrieb oder im Controlling.  

Für weitere Fragen steht Prof. Höck zur Verfügung:

Prof. Dr. Michael Höck
Schlossplatz 1, Zimmer 3.101
Telefon +49 3731 39-2676
Michael [dot] Hoeckatbwl [dot] tu-freiberg [dot] de


Zum Studiengang Energietechnik

Unser Experte ist Prof. Schwarze, Studiendekan des Studiengangs Energietechnik.

Prof. Dr.-Ing. habil. Rüdiger SchwarzeZunächst einmal, was ist überhaupt Energietechnik?

Wie wird aus Sonnenlicht der Strom für unseren Computer? Was ist notwendig, damit ein Auto mit Wasserstoff betrieben werden kann? Wie funktioniert eine Windkraftanlage? Diese und ähnliche Fragen beantwortet die Energietechnik. Oder, wenn wir es etwas abstrakter beschreiben wollen: Die Energietechnik beschäftigt sich mit den Technologien, die notwendig sind um Energie umweltschonend, effizient, sicher und wirtschaftlich bereitzustellen und zu nutzen.

  

Das hört sich interessant, aber auch kompliziert an. Was sollte ich mitbringen, wenn ich Energietechnik studieren möchte?

Auf jeden Fall das Interesse an vielfältigen Aufgaben. Im Studium Energietechnik spielen Physik und Chemie eine Rolle, wenn wir beispielsweise die Verbrennung von Gas untersuchen. Es wird aber auch politisch, etwa bei der schwierigen Frage, wie sich ein Wasserkraftwerk in einem kleinen Fluss mit dem Naturschutz verträgt. Und auch ökonomische Aspekte müssen betrachtet werden, um zum Beispiel festzustellen, wie viel Strom eine neue Windkraftanlage liefern muss, bis sie ihre Anschaffungskosten „verdient“ hat.

Verstanden. Aber wieso sollte ich Energietechnik gerade an der TU Bergakademie Freiberg – also im Erzgebirge – studieren? Wind und Wasser gibt’s doch eher woanders? 

Okay, das ist zugegeben nicht sofort zu erkennen. Aber Energietechnik spielte und spielt hier eine große Rolle. Beispielsweise haben wir in Freiberg mit der SolarWorld einen auch international sehr bedeutenden Hersteller von Solarzellen, der eng mit der TU Bergakademie Freiberg zusammenarbeitet. Die Region selbst bildet eine Mustervorlage für moderne Wasserkraft: Die im Erzgebirge zur Verfügung stehenden Wassermengen wurden sehr effizient zum Antrieb von verschiedensten Bergwerksmaschinen des historischen Freiberger Bergbaus genutzt. Solche Maschinen sind übrigens auch fester Bestandteil des Campus, an denen aktiv gearbeitet werden kann. Und schließlich gibt es noch den Windatlas, so eine Art Wetterkarte für die Windenergie. Und da kommt Sachsen – und damit auch Freiberg – ganz gut weg. Das schafft die Grundlage für den Uni-Wind e.V., einen studentischen Verein, der das Thema Windkraft weiter voranbringen will. Ich denke, dass nicht viele Universitäten eine so lange Tradition und so vielseitige Kompetenzen im Bereich Energietechnik aufweisen können.

Sie können Ihr Studium dabei sehr individuell gestalten und Ihren Schwerpunkt z.B. im Bereich der regenerativen Energien, der industriellen Energiewirtschaft oder der Elektroenergieversorgung wählen.

Für weitere Fragen steht Prof. Schwarze zur Verfügung: 

Prof. Dr.-Ing. habil. Rüdiger Schwarze
Lampadiusstr. 4, Weisbach-Bau, Zimmer 222a
Telefon +49 3731 39-2486
Ruediger [dot] Schwarzeatimfd [dot] tu-freiberg [dot] de

Zum Seitenanfang