Zehn Jahre IUZ - Internationalität aus Tradition


Mit Gründung des IUZ kamen das Akademische Auslandsamt, das Fremdsprachenzentrum sowie das Studienkolleg der TU Bergakademie Freiberg unter ein Dach. Das Studienkolleg diente speziell der Studienvorbereitung ausländischer Bewerber mit Deutsch- und Spezialkursen. Domizil des Zentrums ist die Lessingstraße 45. „Die Vorteile der Bündelung dieser verschiedenen Aufgabenbereiche lagen auf der Hand“, meint Katja Polanski, die das Zentrum seit 2002 leitet. „Die Organisation der Betreuung der internationalen Studierenden ist aus einem Guss – von der Beantwortung der ersten Anfragen, über die ersten Schritte in Freiberg, die Deutschausbildung, bis zur Begleitung während des Studiums."Von Vorteil waren weiterhin die Gestaltung eines bedarfsorientierten Deutsch- und Fremdsprachenunterrichts, die Vernetzung deutscher und ausländischer Studierender und nicht zuletzt mehr Kompetenzen sowie eine höhere Verantwortung für internationale Belange. Zum Team gehören derzeit 12 Mitarbeiter, zwei wissenschaftliche und 7 studentische Hilfskräfte sowie 18 Honorarkräfte für die Sprachenausbildung.

Wie gut heute die Betreuung der neuen ausländischen Studierenden funktioniert, berichtete Abdulkader Kadauw aus dem Irak, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Maschinenbau. "Wer 1998 als ausländischer Student in Freiberg in der Nacht ankam, wusste nicht, wo er hingehen sollte. Heute wissen die künftigen Studenten schon vor ihrer Abreise nach Freiberg, wo sie die erste Nacht in Freiberg schlafen werden." Er dankte den Mitarbeiterinnen und Studenten für dieses Engagement. Zahlreiche Facetten der umfangreichen Arbeit des Internationalen Universitätszentrums "Alexander von Humboldt" beleuchtet die Posterschau.

International studieren hat in Freiberg Tradition. Beispiels dafür nannte Kanzler Dr. Andreas Handschuh in seiner Begrüßungsansprache. Er erinnerte daran, dass der erste ausländische Student, Albert Vergeel aus den Niederlanden, schon 1771 – nur sechs Jahre nach der Gründung der Bergakademie – nach Freiberg kam. Es habe sogar Zeiten gegeben, in denen mehr Ausländer als Deutsche in Freiberg studierten, weil zahlreiche Länder ihre Bergleute und Spezialisten nach Freiberg schickten. Heute kommen von den aktuell 5400 Studierenden 450 aus dem Ausland. Darüber hinaus forschen hier zahlreiche internationale Doktoranden. Der Name Alexander von Humboldt für das neue Zentrum sei übrigens mit Bedacht gewählt worden. Der berühmte Naturwissenschaftler und Humanist studierte 1791 bis 1792 an der Bergakademie Geologie bei Abraham Gottlob Werner. Hier habe der „Vermesser der Welt“ wertvolles Rüstzeug für sein weiteres internationales Forscherleben erworben.

Dr. Handschuh dankte allen Mitarbeitern des IUZ für zehn Jahre aufopferungsvolle Arbeit. Dass Internationalität an der TU Bergakademie einen hohen Stellenwert besitzt, zeigt sich nicht nur in vielen Aktivitäten und erfolgreichen Projekten, sondern auch in der Entscheidung der Hochschulleitung, das IUZ zukünftig im zentral gelegenen Schlossplatzquartier anzusiedeln.

Im Rahmen des zehnjährigen IUZ-Jubiläums kamen die Leiter der Auslandsämter Sachsens zu ihrer jährlichen Tagung am 24. und 25.Februar an der TU Bergakademie Freiberg zusammen. Sie tauschten ihre Erfahrungen zur internationalen Arbeit der Hochschulen aus.