Wo verbleibt das Öl aus der Katastrophe im Golf von Mexiko?

Erinnern wir uns: Drei Monate lang ist Im Golf von Mexiko Erdöl unkontrolliert ins Meer gelangt. Rund 500 000 Tonnen, ungefähr das 10–12fache der Menge, die bei der Ölkatastrophe des Tankers Exxon Valdez vor der Küste von Alaska im Jahre 1989 ausgetreten ist. Nach Schließung des Öllecks begann eine Suche nach den Ölrückständen im Meer. Laut amerikanischer und BP-Meldungen wurden geringere Konzentrationen lokalisiert als erwartet. Nun stellt sich die Frage, wo ist das Öl geblieben, das nicht aufgefangen, verbrannt oder verdunstet ist?

Hier beginnt die Arbeit von Prof. Mohammed Amro vom Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau an der TU Bergakademie Freiberg. Vom Moment der Freisetzung des Öls beginnen verschiedene natürliche Vorgänge zu wirken und führen dazu, dass große Teile des Öls von der Meeresoberfläche beseitigt werden. Der Professor für Geoströmungs-, Förder- und Speichertechnik beschreibt diese Prozesse und kann Vergleiche ziehen mit früheren Ölkatastrophen, die er aus eigener Erfahrung kennt. Im Anschluss an seinen Vortrag am 23. September ist er gern bereit, mit den Besuchern zu diskutieren.

Der Eintritt ist kostenlos.

Ansprechpartner: 
Prof. Mohammed Amro