Wissenschaftlerinnen und Studentinnen der Bergakademie

Dr. Jana Pinka und Prof. Maja Krumacker vor ihren Porträts während der Ausstellu
Im Rahmen des 250. Jubiläums wurde heute (9. März) eine Ausstellung zum Wirken bedeutender Frauen in Freiberg eröffnet.

Damit wird ein bislang wenig beachteter Aspekt der Universitätsgeschichte beleuchtet. Mit dabei: Mary Hegeler, die erste eingeschriebene Studentin, Waltraud Stolper, die erste Promovendin und Maja Krumnacker, die als erste Professorin 1978 in Freiberg lehrte.

Mary Hegeler (Carus) aus den USA war 1885 mit der Martikelnummer 3378 die erste eingeschriebene Studentin an der Bergakademie. Sie war die Tochter des Freiberger Absolventen Edward Carl Hegeler, des Erbauers der ersten Zinkhütte in den USA. Gut 30 Jahre später, 1913, findet sich in der Satzung der Königlich-Sächsischen Bergakademie im Paragraph 8 erstmals offiziell die Erlaubnis: „Weibliche Personen können als Hörer zugelassen werden.“

Der Geschichte des Frauenstudiums an der TU Bergakademie Freiberg – von der ersten eingeschriebenen Studentin bis heute – widmet sich seit heute die Ausstellung „Studentinnen und Wissenschaftlerinnen der (TU) Bergakademie Freiberg“. Sie zeigt die Porträts der Frauen von 1885 bis 2015: Von der ersten Studentin, Professorin und Promovendin bis hin zur ersten Prorektorin im Jahr 2013. Auf einer Spurensuche können die Besucher die interessanten Lebenswege und beruflichen Werdegänge der Wissenschaftlerinnen der Universität nachvollziehen. Erstmals werden auch Statistiken zum Frauenstudium präsentiert.

„Wir wollen mit der Ausstellung berufliche Erfolgsgeschichten und interessante Persönlichkeiten abbilden und die Karrierewege aufzeigen, die zu bestimmten Zeiten keine Selbstverständlichkeit waren“, erklärt Dr. Angelique Leszczawski-Schwerk, Organisatorin der Ausstellung und Gleichstellungsbeauftragte der Graduierten- und Forschungsakademie der Universität. „Für heutige Studentinnen und Doktorandinnen ist es wichtig zu sehen, dass die TU Bergakademie Freiberg den Vergleich nicht scheuen muss und Frauen an der Universität einen historisch verankerten Platz haben.“ Derzeit sind etwa ein Drittel der rund 5300 Studierenden in Freiberg weiblich.

Zu den porträtierten Frauen zählen unter anderem: Mary Hegeler, Dr. phil. Elise Hoffmann, Ulrike Marr, Dr. Waltraud Stolper, ao. Prof. Dr. Maja Krumnacker, Dr. Jana Pinka, Prof. Dr. Anja Geigenmüller, Dr. Thorid Zierold oder ao. Prof. Dr. Swanhild Bernstein.

Die Ausstellung wird bis Ende April 2015 im Foyer des Universitätshauptgebäudes, Akademiestraße 6, gezeigt. Danach wird sie als Wanderausstellung in den einzelne Fakultäten zu sehen sein.

 

 

Dr. Angelique Leszczawski-Schwerk


Gleichstellungsbeauftragte der Graduierten- und Forschungsakademie

 

Telefon 03731-393357
Angelique [dot] Leszczawski-Schwerkatgrafa [dot] tu-freiberg [dot] de