Wettbewerb: Studierende planen neues Bergwerk auf Schmuckdiamanten in Australien

v.l.: L. Manthey, M. Wissen, S. Helbig, D. Fiala © World Mining Competition
Vier Studierende der TU Bergakademie Freiberg, je zwei in den Studiengängen Geotechnik und Bergbau sowie Wirtschaftsingenieurwesen, beteiligten sich erfolgreich am internationalen Wettbewerb „World Mining Competition“ in Kanada.

Die Wettbewerbsaufgabe war die Planung des Aufschlusses für ein neu aufzufahrendes Bergwerk auf Schmuckdiamanten in Nordaustralien, unter der Beachtung aller wirtschaftlichen, bergbaulichen und sicherheitstechnischen Aspekte. Das erforderte vom Team sowohl tieferes Wissen in der Finanzierung sowie in der ingenieurtechnischen Machbarkeit eines Bergbauprojektes. Die insgesamt 15 Teams aus Kanada, England, Indien und Deutschland hatten 36 Stunden Zeit, die Aufgabe zu lösen und die Teamentscheidung anschließend einem Komitee aus Vertretern der Bergbauindustrie zu präsentieren. Das Freiberger Team war das einzige Nicht-Muttersprachler-Team.

Während der Bearbeitungszeit kam es zusätzlich zur eigentlichen Projektbearbeitung zu zwei sogenannten Challenges. Eine davon stand ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Diversity in Balance“ mit einer fiktiven Pressekonferenz zur Beschäftigung von Frauen im geplanten Bergbauprojekt.

Am letzten Tag des Wettbewerbs stellte das Team seinen Lösungsweg der Jury vor und verteidigte das Ergebnis argumentativ. Im Ergebnis lagen alle Teams eng beieinander, sodass die Jury neben den ersten drei Platzierungen kein Ranking aufstellte. Auf der abendlichen Gala wurden die Gewinner ausgezeichnet. Der erste Preis ging an das Team von der Camborne School of Mines aus Cornwall, England. Platz zwei und drei belegten kanadische Teams.

Die Freiberger Studenten sind sich einig, dass die Zusammenführung von BWL- und Bergbauthemen sehr produktiv war und alle viel voneinander lernen und überzeugende Ergebnisse ausarbeiten konnten. Martin Wissen studiert im 7. Semester Geotechnik und Bergbau: "Die Teilnahme an dem Wettbewerb war für mich eine großartige Erfahrung. Wir haben viele tolle Leute kennengelernt, mit denen wir auch nach der Competition noch in einem sehr guten Kontakt stehen." Dominik Fiala studiert im 4. Mastersemester BWL: "Für mich war die World Mining Competition eine sehr wertvolle Erfahrung sowie eine gute Möglichkeit, um internationale Bekanntschaften zu machen und zu sehen wie Alles, vom Business bis zur Forschung, in anderen Ländern gehandhabt wird. Auch neue Eindrücke im gesamten Bereich des Bergbaus und die erstmalige Bearbeitung eines Bergbauprojektes haben dazu beigetragen, dass ich viele neue Eindrücke sammeln konnte."

Nach dem Wettbewerb besichtigte die Freiberger Gruppe noch die Universität in Saskatoon sowie die Sponsoren-Betriebe K+S Potash Canada und Siemens Ltd. Canada. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Legacy Projects der K+S Potash Canada nahe Regina. Bei dem Bergwerk handelt es sich um ein Sohlungsbergwerk, bei dem Kali und Salz aus einer Tiefe von rund 1.500 Meter gewonnen werden soll.

„Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr zusammen mit der Fakultät sechs unseren Freiberger Studenten wieder die Möglichkeit bieten konnten, an einem internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Unser besonderer Dank gilt dabei den Sponsoren K+S Potash Canada und Siemens Ltd. Canada sowie der Deutsch-Kanadischen AHK in Toronto, ohne die diese Reise nicht möglich gewesen wäre. Wir planen auch im kommenden Jahr eine Studentengruppe nach Saskatoon zu entsenden“, sagt Professor Helmut Mischo vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau.

Seit 2014 nehmen jedes Jahr vier Studenten des Bergfachs und des Wirtschaftsingenieurwesens der TU Bergakademie Freiberg an der World Mining Competition im kanadischen Saskatoon teil. Die World Mining Competition fand in diesem Jahr vom 27. bis 30. Oktober statt.

Impressionen:

Das Bergwerksgelände der Legacy Mine © Lukas Manthey
Eisskulptur von der Gala nach dem eigentlichen Wettbewerb © Lukas Manthey
Tagesausflug in den Nationalpark © Lukas Manthey
Besuch des Tierparks in Saskatoon © Lukas Manthey
Autobahn in Kanada © Lukas Manthey
Landstraße in Kanada © Lukas Manthey
Naturaufnahmen © Lukas Manthey
Naturaufnahmen © Lukas Manthey
Ansprechpartner: 
Prof. Helmuth Mischo, Tel.: 39-2044