Werkstoffwunder Automobil

Archivbild: Das Racetech Racing Team bei der Konstruktion ihres Rennwagens © Geo
Ein modernes Auto besteht aus ungefähr 10.000 Einzelteilen unterschiedlichster Materialien wie Stahl, Aluminium, Magnesium, Glas oder Kunststoff. Wie sich diese modernen Werkstoffe herstellen, verarbeiten und prüfen lassen, erfahren 20 Schülerinnen und Schüler im MINT-EC-Camp an der TU Freiberg.

Vor über 100 Jahren begann der Automobilbau in Sachsen. Mittlerweile ist die Automobilindustrie in Sachsen, aber auch deutschlandweit, mit Abstand der bedeutendste Industriezweig. Mit der Zeit haben sich auch die Anforderungen an moderne Autos gewandelt. Heute stehen beim Bau vor allem besonders leichte und crashabsorbierende Werkstoffe im Fokus. Mit der Entwicklung und Herstellung dieser speziellen Materialien beschäftigen sich die Werkstofftechnologen und Maschinenbauer der TU Bergakademie Freiberg. Sie zeigen den Schülerinnen und Schülern des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC vom 27. Februar bis 2. März aus welchen Teilen ein Fahrzeug überhaupt besteht.

In verschiedenen Experimenten können sie unter anderem selbst die Belastbarkeit verschiedener Materialien testen und sehen, wie man die Eigenschaften der Materialien beeinflussen kann, damit sie mechanischen und thermischen Belastungen besser standhalten. „In den Praktika können die Schüler beispielsweise die komplette Prozesskette von der Herstellung von Roheisen bis hin zur fertigen Fahrzeugfeder verfolgen“, erklärt Kathrin Häußler, MINT-EC-Koordinatorin der TU Freiberg. Darüber hinaus besuchen die Gruppen die Unternehmen Saxonia Galvanik GmbH und BGH Edelstahl Freital.

Zum Programm gehörte auch eine Führung durch das Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ der TU Bergakademie Freiberg. 

Wie ein elektrischer Rennwagen aus Studentenhand entsteht, stellen die Mitglieder des RaceTech-Racing-Teams der TU Bergakademie Freiberg vor. Jedes Jahr konstruiert das Studententeam ein neues Fahrzeug, mit dem sie an der Rennserie „Formula Student“ teilnehmen. Mit der Arbeit im Racetech Racing Team haben die Studenten so schon während ihres Studiums die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen.

Wer sich an der TU Bergakademie Freiberg näher mit modernen Materialien und Verfahren zur Werkstoffherstellung beschäftigen möchte, hat eine breite Auswahl an ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen (http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge).

Ansprechpartner: 
Kathrin Häußler, Tel.: 03731 393437