Werkstoffwoche 2015: Freiberger Sonderforschungsbereiche stellen sich vor

Abguss einer Stahlschmelze im Stahlgusssimulator am IKGB (c) Steffen Dudczig
Vom 14. bis 17. September 2015 präsentiert die TU Bergakademie Freiberg ihre beiden Sonderforschungsbereiche (SFB) 799 und 920 auf der Fachmesse „Werkstoffe für die Zukunft“ in Dresden.

Unter den zahlreichen nationalen und internationalen Aussteller auf der Werkstoffwoche ist auch die Freiberger Universität. „Auf der Fachmesse zeigen wir unsere neuesten Erkenntnisse innerhalb der Werkstoffforschung“, so Prof. Horst Biermann, Dekan der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie und Sprecher des Sonderforschungsbereiches 799 „TRIP-Matrix-Composite“. Gerade in den beiden SFB forschen die Freiberger Wissenschaftler auf hohem internationalem Niveau. Ihre bisherigen Ergebnisse stellen sie interessierten Messebesuchern in Dresden auf ihrem Stand in Halle 3 vor.

Die Werkstoffwoche wird von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) ausgerichtet. Auf der angeschlossenen Tagung werden in Übersichtsvorträgen und Vertiefungsseminaren innovative Werkstoffentwicklungen und -anwendungen aufgezeigt. Die Aussteller und Tagungsteilnehmer erhalten die Möglichkeit, neueste Erkenntnisse, Trends und Tendenzen im Bereich Werkstoffe und Materialien zu diskutieren. Gleichzeitig bringt die Messe Werkstoffforscher mit Herstellern aus der Maschinen- und Anlagenindustrie zusammen. Auf diese Weise werden Produkte und Dienstleistungen zu den Themen Stoffgruppen, Herstellprozesse, Mess- und Prüftechniken sowie Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstrategien von Werkstoffen gemeinsam präsentiert.

Zu den Sonderforschungsbereichen der TU Bergakademie Freiberg

Der SFB 799 „TRIP-Matrix-Composite“ erforscht Verbundwerkstoffe auf der Basis innovativer TRIP-Stähle (TRIP: TRansformation Induced Plasticity) und Zirkondioxid-Keramiken und passt deren Eigenschaften gezielt den verschiedenen Beanspruchungen an. Die weltweit in dieser Systematik einzigartige Verbindung von Stählen mit der Zirkonoxid-Keramik ermöglicht über innovative Herstellungstechnologien die Erzeugung einer ganzen Werkstofffamilie von Stahlmatrix-Verbundwerkstoffen. Mit ihren herausragenden Eigenschaften sind sie besonders für Sicherheitsanwendungen in der Verkehrstechnik, z. B. für Crash-Strukturen und für verschleißbeanspruchte Komponenten im Maschinenbau prädestiniert.

Der SFB 920 „Multifunktionale Filter für die Metallschmelzefiltration – ein Betrag zu Zero Defect Materials“ forscht an einer Reduzierung von anorganischen, nichtmetallischen Einschlüssen in der Metallmatrix beim Einsatz intelligenter Filterwerkstoffe bzw. Filtersysteme. Diese neuartigen Werkstoffe sowie ein modellunterstütztes Filterdesign der Mikro- und Makrostruktur ermöglichen die Herstellung von dünn- als auch dickwandigen, höchstbeanspruchbaren Komponenten auf Basis von Stahl, Eisen, Aluminium und Magnesium. Daraus ergeben sich bahnbrechende Eigenschaften wie Festigkeit, Zähigkeit und Ermüdungsresistenz, die für die Sicherheit der Insassen von Kraft-, Schienen- und Luftfahrzeugen sorgen.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner: 
Dr.-Ing. Peter Michel, Tel. 03731 39-401