Weitere Kooperation in Afrika besiegelt

Gruppenfoto Freiberger Alumni vor einem Haus
Am 10. April wurde in Maputo eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit der TU Bergakademie Freiberg und der Universidade Ediuardo Mundlane (UEM) im Beisein des Wirtschaftsministers des Freistaates Sachsen, Martin Dulig und des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Detlev Wolter, unterzeichnet.

Die feierliche Unterzeichnung fand während des Aufenthaltes einer sächsischen Wirtschaftsdelegation in der Republik Mosambik statt. In der Vereinbarung streben die beiden Universitäten eine engere Zusammenarbeit in Lehre und Forschung, in der Verwaltung, beim Aufbau von Infrastruktur und in der Mobilität von Studenten und Hochschullehrern an. Der Rektor der UEM, Prof. Dr. Orlando Antonio Quilambo, betonte, dass es um eine strategische Kooperation geht, die auf guten Erfahrungen und Tradition aufbaut. Nach der Unabhängigkeit des Landes kamen bereits in den 70er Jahren Freiberger Hochschullehrer an die UEM, um die Ausbildung im Bereich Geowissenschaften zu unterstützen.

Zuvor nahmen zahlreiche mosambikanische Absolventen der TU Bergakademie Freiberg an einem Alumni-Treffen teil und berichteten über ihren Lebensweg nach dem Studium und dankten der Bergakademie für die exzellente Ausbildung. Rektor Orlando Qualimbo schätzt als Absolvent der Pädagogischen Hochschule in Güstrow die Ausbildung in Deutschland ebenfalls als wertvoll für sein Land ein und begrüßte den akademischen Austausch.

Im Auftrag des Vereins der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg überreichte Dr. Manfred Goedecke dem Freiberger Alumni Verein als Zeichen der Verbundenheit ein Geschenk. Erste Studenten aus Mosambik kamen 1969 an die Bergakademie nach Freiberg. Heute stellt das Land die größte Absolventengruppe eines afrikanischen Staates an der Universität. Staatsminister Martin Dulig betonte in diesem Zusammenhang: „Deutschland hat einen Botschafter in Mosambik, Freiberg 40. Dies ist eine gute Basis für eine Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft zwischen unseren Ländern“.

Professoren Quilambo und Drebenstedt sitzen bei der Unterzeichnung der Vereinbarung am Tisch, im Hintergrund rechts Botschafter, Exzellenz Dr. WolterBergbauprofessor Carsten Drebenstedt erinnerte während der Festveranstaltung am historischen Beispiel der Gründung der Bergakademie Freiberg vor 252 Jahren an die besondere Bedeutung von Investitionen in Bildung und den Aufbau einer Rohstoffindustrie, um Krisen zu überwinden. Seit 2014 entsendet das mosambikanische Bergbauministerium wieder Studenten nach Freiberg. Derzeit befinden sich 17 Mosambikaner in Ausbildung. „Dass ein Entwicklungsland die Ausbildung von Studenten systematisch organisiert und aus eigenen Mitteln finanziert, ist an unserer Universität einmalig und zeugt von dem tiefen Vertrauen in unsere Arbeit“, betont Professor Carsten Drebenstedt.

Medieninformation des SMWA zur Delegationsreise vom 10. April 2017

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt, Tel. 03731 39-3373