Vertreter europäischer Forschungsbergwerke treffen sich in Freiberg

Das unterirdische Forschungslabor in Ruskeala. © bsuin
Ein neues Verbundnetzwerk europäischer Forschungsbergwerke und Untertagelabore traf sich vom 7. bis 9. März in der Reichen Zeche der TU Bergakademie Freiberg. Ziel war es, ein gemeinsames Portfolio für Forschungspartner in der Industrie zu erstellen.

Das vierjährige Projekt Baltic Sea Underground Innovation Network (BSUIN) wird mit 3,4 Mio Euro von der Europäischen Union (EU) durch die Interreg Baltic Sea Funding Cooperation gefördert. Das BSUIN-Projekt hat 14 Mitglieder von acht Ostsee-Anrainerstaaten, dazu gehören sechs unterirdische Labore und Forschungseinrichtungen. „Die sechs teilnehmenden Einrichtungen sind alle auf unterschiedlichem Stand, daher brauchen wir die lange Vorlaufzeit“, erklärt David Horner, Mitarbeiter an der Professur für Rohstoffabbau und Spezialverfahren der TU Bergakademie Freiberg, der das Treffen organisiert. Das Lehr- und Forschungsbergwerk in Freiberg ist wegen seiner rund hundertjährigen Laufzeit das mit der besten Infrastruktur und höchsten Organisationsgrad der beteiligten Untertage-Labore. Mit einer besonderen Tiefe von fast 1500 Metern kann dagegen bspw. das finnische Callio Lab aufwarten.

Unterirdischer See im russischen Untertagelabor.„Im Projekt BSUIN soll eine übergeordnete Plattform entwickelt werden, die einerseits die Angebote und Besonderheiten jeder Forschungsinfrastruktur herausstellt, andererseits einen gemeinsamen Außenauftritt darstellt. Damit soll für interessierte Forschungspartner ein optimierter Zugang zu einer großen Bandbreite an Forschungsmöglichkeiten in einem One-Stop-Shop geschaffen werden“, fasst Prof Mischo als wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Lehrbergwerkes und Gastgeber der Veranstaltung zusammen.

Folgende Forschungslabore arbeiten im BSUIN-Projekt mit:

Weitere Informationen:
http://www.bsuin.eu/

Ansprechpartner:

David Horner, Professur für Rohstoffabbau und Spezialverfahren, Telefon 03731 / 39-2150
Prof. Helmut Mischo, Professur für Rohstoffabbau und Spezialverfahren, Telefon 03731 / 39-2044