Vereinbarung zum Bau des Schlossplatzquartiers unterschrieben

Der Komplex soll der mit 1270 Studierenden zahlreichsten Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und dem Internationalen Universitätszentrum Platz bieten. In den ersten beiden Jahren ab Baubeginn zahlt die Stadt Freiberg dafür 3,88 Millionen, die TU Bergakademie 3,11 Millionen Euro. Für die Universität eine beispiellos hohe Eigenbeteiligung. Ab 2013 bis zur Fertigstellung finanziert der Freistaat Sachsen das Bauvorhaben.
Zwei der Stadt im Quartier gehörende Gebäude und drei Grundstücke der Städtischen Wohnungsgesellschaft erwirbt der Freistaat, bei dem auch die Verantwortung für die Durchführung liegt. Baustart soll im kommenden Jahr sein.

Der sächsische Finanzminister und Mitunterzeichner Prof. Georg Unland ist als der ehemalige Rektor der Bergakademie selbst Urheber des Plans gewesen, in Freibergs Innenstadt einen neuen Uniteil entstehen zu lassen. "Damit wurde der Weg zu einem 'Wissenschaftskorridor' geebnet, der Stadt und Campus verbindet" erinnert Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm dankend an Unlands Leistung und nennt es "ein unschätzbares Ereignis für die Identität der Bergakademie und für die Entwicklung der Freiberger Innenstadt".

Rektor Prof. Bernd Meyer ist überzeugt, "dass die noch abzuschließenden vertraglichen Vereinbarungen nunmehr auf einer soliden Basis stehen." Jahrelang bemühten sich Stadt und Universität um einen gangbaren Weg für das größte Bauprojekt an der Bergakademie Freiberg seit der politischen Wende 1990. So scheiterte beispielsweise der Plan einer zwischen die drei Akteure geschalteten Betreiberfirma.