Unterstützung für die studentische Grubenwehrausbildung

© Dr. Jürgen Weyer / TU Bergakademie Freiberg
Mit 15 gesponserten Sauerstoffkreislaufgeräten unterstützt die RAG Aktiengesellschaft die studentische Grubenwehrausbildung im Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ der TU Freiberg. 2018 soll ein neues Ausbildungsprojekt das Grubenrettungswesen auch an anderen Universitäten stärker verankern.

„Mit der Übergabe der Langzeitatematemschutzgeräte mit der Bezeichnung ‚Dräger BG4’, die auch im internationalen Bergbau eingesetzt werden, wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Grubenrettungswesens in Deutschland auch nach Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus leisten. Unser Wissen und unser Knowhow möchten wir so gern weitergeben“, so Leiter der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen der RAG, Andreas Betka. Die Übergabe der Ausrüstung an die Professur für Rohstoffabbau und Spezialverfahren der TU Bergakademie Freiberg fand am Rande einer gemeinsamen Grubenwehrgroßübung mit Grubenwehren aus ganz Deutschland am 19. Oktober statt (siehe unsere Meldung vom 20. Oktober: http://tu-freiberg.de/presse/grubenwehren-aus-ganz-deutschland-ueben-auf-der-reichen-zeche-fuer-den-ernstfall). 

„Mit den neuen Kreislaufgeräten sind wir jetzt in der Lage, nicht nur unsere eigene Ausbildung zu intensivieren, sondern auch Studenten unserer Partnerhochschulen gemeinsame Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Forschungs- und Lehrbergwerk anzubieten“, freut sich Helmut Mischo, Professor für Rohstoffabbau und Spezialverfahren unter Tage, der die studentische Ausbildung leitet. 

Schwerpunkte der studentischen Grubenwehr-Ausbildung

Die Suche nach Vermissten und die Rettung von verunglückten Personen sowie die Sicherung des Investitionsgutes Bergwerk sind maßgebliche Aufgaben des Grubenrettungswesens. Seit dem Wintersemester 2015/16 werden Studenten der TU Bergakademie Freiberg in Wahlpflichtkursen auf diese Aufgaben vorbereitet. Die Studierenden konnten ihre Kenntnisse sowohl bei gemeinsamen Übungen mit der Industrie als auch auf einem Grubenwehrwettkampf in den USA eindrucksvoll unter Beweis stellen (siehe auch Meldung vom 1. März: http://tu-freiberg.de/presse/freiberger-studenten-bei-internationalem-grubenwehrwettkampf-in-denver-erfolgreich).

EIT-Ausbildungsprojekt für 2018 geplant

Zusammen mit mehreren Montanhochschulen in Deutschland und im europäischen Ausland wird ab 2018 ein gemeinsames EIT-Ausbildungsprojekt gestartet, um das Grubenrettungswesen auch den anderen Universitäten stärker zu integrieren.

Das europäische Exzellenzcluster EIT RawMaterials, initiiert und finanziert durch die Europäische Kommission, ist das weltweit größte Konsortium im Rohstoffsektor. Die Vision: Eine Europäische Union, in der Rohstoffe einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellen. Das Konsortium vereinigt über 100 Partner – Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen – aus mehr als 20 EU-Mitgliedsstaaten. Die EIT RawMaterials-Partner arbeiten gemeinsam an neuen, innovativen Lösungen entlang der Wertschöpfungskette des Rohstoffsektors – vom Abbau über Verarbeitung bis zu Recycling und Weiterverwertung.

Ansprechpartner: 
Prof. Helmut Mischo, Tel.: 03731/39-2044