Universität und Theater animieren zum Experimentieren

"Abwechslung, Vielfalt und vor allen Dingen Möglichkeiten der Selbstbeteiligung. – Dass unser Konzept aufging, zeigen die positiven Besucherreaktionen." freut sich die Organisatorin Dr. Sabine Schellbach, Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. "So bedankte sich beispielsweise eine Lehrerin für die ′schöne Veranstaltung′ und wünscht sich für die Zukunft ′weitere solch tolle Angebote′."

Der Intentant des Mittelsächsischen Theaters, Manuel Schöbel, eröffnete in Frack und Zylinder "Kunst trifft Wissenschaft" am Vormittag zusammen mit dem Rektor Prof. Michael Schlömann. Dazu überreichte er Prof. Schlömann symbolisch den Schlüssel des Theaters.

"Anfassen und Ausprobieren" standen an den zahlreichen Ständen der Fakultäten für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau, Chemie und Physik, Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie sowie Mathematik und Informatik im Vordergrund. Besonders die jüngeren Besucher waren angesprochen, wenn es etwa um die Zubereitung von Fruchteis in flüssigem Stickstoff, um das Färben von Bändern mit Bakterien oder um die simulierte Sprengung im Mini-Bergwerk mit Druckluft ging.

In Vorträgen der JuniorUni versuchten die Professoren der TU Bergakademie Freiberg auch Schüler der Unterstufen für ihr Fachgebiet zu interessieren. So berichtete der frühere ′Ölsucher′ Prof. Matthias Reich von der Erdölförderung. Prof. Klaus Eigenfeld erläuterte den Kindern die Bedeutung des "Gießens, das Werkstoffe in Form bringt" und Prof. Heiko Hessenkemper vom Institut für Keramik- Glas und Baustofftechnik zeigte auf "Was Glas alles kann".

Ihre Fantasie und Kreativität bei der Vermittlung wissenschaftlicher Themen stellten die Studierenden und Mitarbeiter der Universität aber nicht allein mit Experimentierständen und Vorträgen unter Beweis. Ausstellungen von Bilder aus dem Rasterelektronenmikroskop über Aquarellzeichnungen bis hin zu den ästhetischen Strukturen in Mineralien galt es auf dem gesamten Veranstaltungsraum zu entdecken.

Für die Nachtschwärmer verwandelte sich am Schluss zu fortgeschrittner Stunde der Buttermarkt in eine Bühne. Zur Filmvorführung der "Rocky Horror Picture Show" tanzten und sangen die kostümierten Akteure vom "Akademischen Fasching", begleitet von Thomas von Freiberg als Live-Erzähler.