Über 200 Gäste auf der Lomonossow-Feier der TU Bergakademie Freiberg

Prof. Dmitrij Liwanow, Rektor der ...
Die zentrale deutsche Feier zu Ehren des 300. Geburtstags des russischen Universalgelehrten Michail Lomonossow richtete die TU Bergakademie Freiberg am 25. November 2011 in der Alten Mensa in Freiberg aus. Auf der Veranstaltung wurde unter anderem eine Vereinbarung über ein Lomonossow-Institut auf der Freiberger Fischerstraße unterzeichnet und ein neues Gemälde des großen russischen Wissenschaftlers enthüllt. Mit der Feier will die Hochschule die Wissenschaftsbeziehungen mit Russland würdigen und Lomonossow gedenken.
Über 200 Gäste aus Deutschland und Russland waren am 25.11. in den Saal der Alten Mensa in Freiberg gekommen, um dem großen russischen Universalgelehrten Michail W. Lomonossow zu gedenken. Sein Geburtstag hatte sich am 19. November zum 300. Mal gejährt.

Prof. Bernd Meyer, der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, eröffnete die Veranstaltung. „Wir wollen mit der Feier Michail Lomonossow ehren, aber auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Russland würdigen. Beginnend mit Zar Peter dem Großen, der 1711 in Freiberg Gast war, arbeiten Freiberger Wissenschaftler seit Jahrhunderten im Montanwesen mit russischen Partnern zusammen, ob das an unserer Schwester-Universität, dem Bergbau-Institut St. Petersburg, ist, oder in den russischen Regionen. Erst in jüngster Zeit haben wir beispielsweise unsere Beziehungen zur in Russland führenden Staatlichen Moskauer Lomonossow-Universität intensiviert“, sagt Prof. Bernd Meyer. „In der Zukunft setzen wir auf eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Rohstofftechnologien und neuen Materialien.“

Mit Anekdoten und Einblicken in die russische Wissenschaft führte Prof. Carsten Drebenstedt, Bergbau-Professor an der TU Bergakademie Freiberg, durch die Veranstaltung. Die Festvorträge hielten unter anderem Dr. Lothar de Maizière, Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialog e.V., und die Prorektorin der Moskauer Lomonossow-Universität, Senatsvorsitzende Frau Prof. Olga Wladimirowna Rajewskaja. Für ein Grußwort waren die Sächsische Wissenschaftsministerin, Prof. Sabine von Schorlemer, und der Oberbürgermeister von Freiberg, Bernd-Erwin Schramm, gekommen.

Szenen aus dem Leben Lomonossows und Henckels, unter anderem vorgetragen von Thomas Schmalz vom Freiberger Studentenwerk und von Schauspielern des Mittelsächsischen Theaters, begleiteten die Feier.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Gründung des Lomonossow-Instituts auf der Fischerstraße in Freiberg. Im Haus nahe des Labors des Freiberger Wissenschaftlers Johann Friedrich Henckel (1678-1744), eines Lehrers Lomonossows, soll das neue Institut errichtet werden. „Das Haus entsteht genau dort, wo das Metallurgische Labor Henckels war, an dem Lomonossow lernte. Es wird eine Lomonossow-Gedenkstätte beherbergen sowie einen Studien- und Forschungsort für zehn russische Studierende und Wissenschaftler. Von deutscher Seite wollen wir Stipendien für russische Studenten vergeben. Die Kooperation mit Russland erhält somit eine hervorgehobene Position. Wir wünschen uns für die Zukunft vor allem eine noch stärkere Wissenschaftskooperation mit jungen Menschen“, so Prof. Meyer, der Rektor der TU Bergakademie Freiberg.

Doppelabschlüsse der TU Bergakademie Freiberg und der russischen Bergbau-Universität in St. Petersburg sind Inhalt einer Kooperationsvereinbarung, die auch heute auf der Lomonossow-Feier unterzeichnet wurde. Russische und deutsche Studenten können nun nach einem Bergbaustudium in St. Petersburg und Freiberg Abschlüsse beider Universitäten erhalten.

Außerdem wurde ein Lomonossow-Porträt, das der sächsische Künstler Christoph Wetzel einem Gemälde von 1757 nachempfunden hat, enthüllt. Per Live-Übertragung konnten die Festgäste zudem an der Enthüllung einer Ehrentafel für Lomonossow im Uni-Innenhof in der Akademiestraße in Freiberg teilhaben. Die Tafel war vom Verband der russischen Verleger gestiftet worden.

Michail Lomonossow (19.11.1711-15.4.1765) hat 1739 und 1740 in Freiberg studiert. Der russische Universalgelehrte ist unter anderem Mitbegründer der Metallurgie, Geologie und Meteorologie, der wissenschaftlichen Chemie und der Literatur- und Geschichtswissenschaft.

Einer Bildergalerie von der Veranstaltung finden Sie unter dem folgenden Weblink.
Ansprechpartner: 
Cornelia Riedel