TU Bergakademie vertieft Kooperation mit Schlesischer TU Gliwice

Die Schlesische Technische Universität Gliwice und die Technische Universität Bergakademie Freiberg wollen in Zukunft noch enger zusammen arbeiten. Das ist Anliegen des zweitägigen Besuches von Professoren der polnischen Universität unter Leitung des Rektors Prof. Andrzej Karbownik in Freiberg.
Die Gäste, die auf Einladung des Prorektors für Forschung, Prof. Rudolf Kawalla, an der TU Bergakademie weilen, beraten, wie die beiden Hochschulen die bereits bestehenden Kontakte zur Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie und speziell zum Institut für Metallformung ausbauen und auf weitere Fakultäten und Wissenschaftsgebiete, etwa Chemie, Geowissenschaften und Geoingenieurwesen sowie Maschinenbau, Umweltingenieurwesen und Business Administration, erweitern. "Unsere engen Kontakte zur TU Gliwice bestehen seit Dezember 2000", berichtet Prof. Rudolf Kawalla. "Nachdem wir uns bei der Arbeit gut kennengelernt haben, wollen wir nun auf breiterer Basis Zukunftsthemen wie Energie, Ressourcen oder Hochleistungswerkstoffe in Angriff nehmen."

Neben der Bearbeitung von gemeinsamen Forschungsthemen geht es beiden Partnern auch um die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern. Im vergangenen Jahr fand die erste Summer School für Doktoranden statt. Eine Graduiertenschule in Gliwice, an der sich Professoren der TU Bergakademie Freiberg beteiligen, ist im Gespräch. In Freiberg stecken nun die Rektorate und Dekane der Fakultäten beider Universitäten die Forschungsprojekte und den intensiven Austausch von Studierenden, Promovierenden und Wissenschaftlern für die nächsten Jahre ab. Am Sonnabend besichtigt die polnische Delegation das Institut für Metallformung von Prof. Kawalla und weitere Forschungseinrichtungen auf dem Campus.

Bisher schlossen innerhalb dieser Partnerschaft acht polnische Absolventen ihr Studium mit dem Doppeldiplom ab, vier Studenten wollen es aktuell an der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie und der polnischen Partnerhochschule erwerben. Drei Doktoranden arbeiten an ihrer Doppelpromotion. Neben der Schlesischen Technischen Universität pflegt die TU Bergakademie Freiberg Kooperationen zu Partnern weiterer sieben Hochschulen und Universitäten in Krakow, Poznan, Wroclaw und Gdansk. 26 Studenten aus dem Nachbarland sind im Wintersemester 2008/09 in Freiberg immatrikuliert. Der Koordinator der Partnerschaft, Prof. Rudolf Kawalla, ist seit vergangenem Jahr Honorarprofessor an der Schlesischen TU Gliwice.

Ansprechpartner: 
Prof. Rudolf Kawalla