TU Bergakademie und Universität Hanoi vereinbaren Bauprojekt

Eine gemeinsame Erklärung über den Aufbau eines Zentrums für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz an der Universität für Bergbau und Geologie Hanoi (HUMG) unterzeichneten am 28. März 2011 Prof. Carsten Drebenstedt im Auftrag der TU Bergakademie Freiberg und des Geokompetenzzentrums Freiberg e.V.

Der feierliche Akt fand während des Empfangs des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Vietnam, Rolf Peter Schulze, statt. Gast der Unterzeichnung war Sachsens Ministerpräsident, Stanislaw Tillich, der mit einer rund 60-köpfigen Delegation Ende März das Land besuchte.

Das ehrgeizige Projekt zwischen Freiberg und Hanoi erfolgt vor dem Hintergrund des Rohstoffhungers im aufstrebenden Vietnam. „Wurden dort vor zehn Jahren z. B. noch 10 Millionen Tonnen Kohle gefördert, so waren es 2010 bereits 50 Millionen und für 2015 werden über 100 Millionen Tonnen angestrebt“, erläutert Bergbauprofessor Carsten Drebenstedt. „Neue Abbauvorhaben sind für Erze, Baustoffe und Industrieminerale vorgesehen, die in ökologisch sensiblen Bereichen stattfinden.“ Dieser Dynamik im Rohstoffabbau müsse die Ausbildung und Forschung gerecht werden, um die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen im Land in Einklang zu bringen.

Während eines Besuches beim Minister für Industrie und Handel Vietnams, Dr. Vu Huy Hoang, einem Absolventen der TU Bergakademie Freiberg, wurde die Wichtigkeit der Vereinbarung und das besondere Interesse an deutschen Partnern bekräftigt. Die Universität für Bergbau und Geologie Hanoi und die TU Bergakademie Freiberg arbeiten seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen. Die vietnamesischen Absolventen gehören zu einer der größten Alumnigruppen der Bergakademie.

Foto. Austausch der Dokumente zwischen Prof. Carsten Drebenstedt (l.) und Rektor Prof. Dr. Tran Dinh Kien (vorn r.). Mitte: Ministerpräsident Stanislaw Tillich
Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt