TU Bergakademie nahm Super-Rechner feierlich in Betrieb

Der neue zentrale HPC-Cluster der TU Bergakademie Freiberg, ein Hochleistungsrechner für die Wissenschaft, wurde am 10. November 2011 in der Alten Mensa in Freiberg auf der Petersstraße in Betrieb genommen. Im begleitenden Kolloquium gab es Fachvorträge rund um das Hochleistungsrechnen.
Der neue Hochleistungsrechner kann komplizierte Rechenaufgaben, unter anderem zur Visualisierung verfahrenstechnischer Prozesse und der Simulation von Abläufen beim Stoff- und Wärmetransport, sowie quantenchemische Berechnungen durchführen und in der Geophysik, Gebirgsmechanik und Festkörpermechanik eingesetzt werden. „Das HPC-Cluster versetzt uns in die Lage, durch die drastische Reduzierung der notwendigen Rechenzeit eine Vielzahl von wissenschaftlichen Aufgaben parallel zu bearbeiten“, sagte Christoph Brücker, Professor für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen an der TU Bergakademie Freiberg und Hauptantragsteller des Großgerätes, zur Einweihung. Nach der Inbetriebnahme sprachen Experten aus der Wissenschaft und der Industrie in einem Kolloquium über die aktuellen Herausforderungen für das Hochleistungsrechnen.

Der neue Hochleistungsrechner, der im Universitätsrechenzentrum der TU Bergakademie Freiberg steht, hat eine Leistung von mehr als 20 T-Flops pro Sekunde. Das heißt, er kann 20 Billionen Gleitkomma-Operationen in der Sekunde durchführen. Finanziert wurde der neue Superrechner der TU Bergakademie Freiberg im Wert von 1,1 Millionen Euro zu 50 Prozent aus Bundesmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft und zu 50 Prozent durch das Land Sachsen.

Der neue Rechner ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Institute der TU Bergakademie Freiberg. Wissenschaftlich begleitet und konzipiert wurde das neue Freiberger HPC-Cluster durch den Arbeitskreis „Wissenschaftliches Rechnen“ mit Unterstützung durch das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden. Technisch betreut wird der Betrieb des Superrechners nun durch das Universitätsrechenzentrum der TU Bergakademie Freiberg (URZ). „Das URZ sorgt durch eine entsprechende Einbindung in die IT-Infrastruktur der TU dafür, dass jeder Wissenschaftler den neuen Rechner problemlos direkt von seinem Arbeitsplatz aus nutzen kann“, so Dr. Andreas Kluge, Direktor des Universitätsrechenzentrums.

"Mit dem Betrieb eines gemeinsamen HPC-Clusters nutzen wir Synergieeffekte innerhalb der Universität. Dadurch wird es möglich, ein Cluster mit einer derart hohe Rechenkapazität, das kostenintensive Hard- und Software sowie die ressourcenaufwendige Klima- und Energietechnik benötigt, auch an unserer Universität effizient bereitzustellen“, so Dr. Andreas Handschuh, Kanzler der TU Bergakademie Freiberg.

Ansprechpartner: 
Dr. Andreas Kluge