TU Bergakademie Freiberg verfolgt gesellschaftlich relevante Forschungsfelder weiter

Heute (29. September) gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Entscheidungen des international besetzten Expertengremiums bekannt, welche der 195 eingereichten Antragsskizzen in die zweite Runde kommen. Die TU Bergakademie Freiberg ist nicht dabei, verfolgt die Themen jedoch weiter.

Bei der gestrigen (28. September) Vorauswahl der Projektvorschläge für mögliche Exzellenzcluster im Rahmen der Bund-Länder-Förderung für die Spitzenforschung in Deutschland wurden beide von der TU Bergakademie Freiberg eingereichte Skizzen nicht berücksichtigt.

Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht: „Unsere Vorschläge für gesellschaftspolitisch und volkswirtschaftlich wichtige Themen der Spitzenforschung konnten sich in einem hochkompetitiven Verfahren nicht durchsetzen. Das entmutigt uns jedoch nicht.“ Nichtsdestotrotz zeigt er sich überzeugt, dass die Vorhaben aus den Bereichen des Materialrecyclings sowie der Material- und Geowissenschaften nun über alternative Förderprogramme weiterentwickelt werden können. „Bei der Antragsvorbereitung haben wir zahlreiche interessante Konzepte und Forschungsansätze neu entwickelt, die uns neue Impulse vermitteln“, stellt Prof. Barbknecht fest. „Beide Themen sind strategisch relevant für unsere Universität und werden deren Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten entscheidend prägen.“

Das gemeinsam mit der TU Clausthal und dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie eingereichte Vorhaben „CEM² - Circular Economy of Materials and Components for E-Mobility“ (Wirtschaftliche Kreislaufführung von Materialien und Komponenten der Elektromobilität) widmet sich der Rückgewinnung seltener und hochwertiger Rohstoffe aus Recyclingströmen. Dies ist – angesichts endlicher natürlicher Rohstoffvorkommen – Voraussetzung für eine nachhaltige Rohstoffsicherung. Im Fokus stehen dabei Hightech-Anwendungen, beispielsweise der Elektromobilität, mit einer Vielzahl an Stoffen, die derzeit nicht recycelt werden. Die Zusammenarbeit mit der TU Clausthal soll generell weiter ausgebaut werden, da auch in weiteren Themenfeldern Kooperations- und Synergiepotentiale identifiziert wurden.

Innerhalb des vorgeschlagenen Exzellenzclusters „TRI-X - TRansport and Interface processes with eXtremely slow kinetics“ (Transport- und Grenzflächenprozesse mit extrem langsamer Kinetik) werden wissenschaftliche Methoden und Ansätze der Geo- und Materialwissenschaften miteinander verknüpft. Es sollen Modelle entwickelt werden, die das Verhalten von Materialien sowie chemische und physikalische Prozesse über sehr lange Zeiträume (bis zu mehreren Millionen Jahren) beschreiben und vorhersagen können. Davon versprechen sich die Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse sowohl über natürliche Vorgänge (z.B. in der Mineralogie) als auch über die Haltbarkeit und Standfestigkeit menschengemachter Konstruktionen ab.

Homepage der TU Clausthal mit Meldung zum gemeinsamen Antrag: http://www.tu-clausthal.de 

Homepage des Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie: https://www.hzdr.de/