TU Bergakademie Freiberg schreibt die ersten 23 Deutschlandstipendien aus

Mit dem Deutschlandstipendium sollen talentierte Studenten gefördert und der Standort Deutschland gestärkt werden. Die TU Bergakademie Freiberg ist mit ihren Partnern als eine der ersten Hochschulen dabei. 23 Stipendien in Höhe von 300 Euro monatlich mit einer Laufzeit von zunächst zwei Semestern schreibt die Universität im Jahr 2011 aus. Bewerben können sich Freiberger Studenten bis zum 21. März 2011.

Das vom Bundesbildungsministerium entwickelte Programm, das am 1. Februar in Berlin präsentiert wird, bietet Unternehmen die Chance, mit einem Stipendium in die eigene Zukunft zu investieren. Der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Bernd Meyer, lobt das Konzept: „Mit dem Deutschlandstipendium können wir sowohl unseren großen Wirtschaftspartnern als auch unseren Alumni sowie den Unternehmen aus unserer Region eine attraktive und flexible Möglichkeit der Hochschulförderung anbieten."

Für Volker Carluß, Geschäftsführer der Nickelhütte Aue GmbH, ist eine Beteiligung am Programm selbstverständlich: „Wir brauchen in den kommenden Jahren gut ausgebildeten Nachwuchs. Und als montanwirtschaftlicher Betrieb benötigen wir natürlich ganz besonders junge Experten, die Absolventen einer montanwissenschaftlichen Universität sind. Zudem liegt uns die Ausbildung der Jugendlichen in unserer Region am Herzen“, sagt Volker Carluß.

Zu den Unterstützern zählt auch SolarWorld. Das Freiberger Unternehmen fördert ab dem kommenden Semester Studierende aus Freiberg mit dem Deutschland-Stipendium. „Wir haben das Photovoltaik-Innovationszentrum der SolarWorld bewusst in Freiberg angesiedelt, da wir hier ein erstklassiges akademisches Umfeld und gut ausgebildete junge Leute vorfinden. Wir unterstützen Freiberger Studierende, um gezielt den akademischen Spitzennachwuchs und Innovationen in der Region zu fördern“, erklärt Dr. Ralf Lüdemann, Geschäftsführer der SolarWorld Innovations GmbH und verantwortlich für die Forschung und Entwicklung im SolarWorld-Konzern. „Unser Erfolg und unsere Stärke beruhen auf Innovationen, die die Qualität und den Kundennutzen unserer Produkte zur sauberen Energieerzeugung weiter steigern helfen. Deshalb messen wir der Förderung begabter junger Menschen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften seit jeher eine zentrale Bedeutung bei", sagt Dr. Ralf Lüdemann.

Beim Deutschlandstipendium für die Studenten der TU Bergakademie Freiberg mit dabei ist auch die Sparkasse Mittelsachsen: „Unsere Sparkassen-Stiftung engagiert sich mit einem Stiftungsvermögen von gut einer halben Million Euro seit vielen Jahren für die Studierenden der TU Bergakademie Freiberg. Das aktuelle Stipendienprogramm, bei dem wir uns direkt in unserer Region für junge Leute einsetzen können, entspricht diesem Grundanliegen“, erläutert Harald Menzel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen. 14.400 Euro für acht Stipendien hat die Sparkassen-Stiftung in diesem Jahr zugesichert. Für das Deutschlandstipendium geben die Wirtschaft, Stiftungen oder ehemalige Absolventen mindestens 150 Euro monatlich für die Ausbildung von herausragenden Fachkräften oder Nachwuchswissenschaftlern. Der Bund verdoppelt dann den privaten Einsatz. Der private Mindestbeitrag, der auch von mehreren Spendern stammen kann, beträgt für ein Jahr 1.800 Euro.

Foto: Detlev Müller