TU Bergakademie Freiberg ehrt scheidenden Oberberghauptmann Prof. Reinhard Schmidt

Mit dem Ehrenkolloquium würdigt die TU Bergakademie Freiberg den Oberberghauptmann, der seit 2001 Honorarprofessor der Universität und seit 2010 Vorsitzender des Hochschulrates der Bergakademie ist. "Mit Professor Reinhard Schmidt verabschieden wir einen Oberberghauptmann in den Ruhestand, dessen großer Verdienst darin besteht, Freiberg das wiedergegeben zu haben, was es seit Gründung der ältesten deutschen Bergbehörde 1542 zur Berghauptstadt Sachsens, ja sogar Deutschlands, erhob: das Sächsische Oberbergamt am historischen Ort in der Kirchgasse 11. Seine Verdienste, sowohl um den Bergbau und die Entwicklung in Sachsen nach der Wende, als auch die Bergakademie selbst, sind unschätzbar", sagte Prof. Bernd Meyer, der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, im Vorfeld der Veranstaltung.

Zum Ehrenkolloquium hielten Rektor Prof. Bernd Meyer, der Sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok und der Freiberger Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm die Laudatio.Den Festvortrag hielt Ministerialrat Prof. Diethard Mager aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. In den anschließenden Fachvorträgen standen Rohstoffe und der Bergbau im Zentrum.

Prof. Reinhard Schmidt hatte 1991 die Leitung des Oberbergamtes übernommen und war 2010 vom Sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlok zum Oberberghauptmann ernannt worden.

Begleitet wird das Ehrenkolloquium durch eine Ausstellung im Foyer der Alten Mensa zum Thema „770 Jahre Bergbehörde in Freiberg – 20 Jahre Sächsisches Oberbergamt in Freiberg“.

Kurzbiographie
Prof. Reinhard Schmidt wurde am 11.11.1946 in Oberhausen geboren und studierte von 1969 bis 1975 Bergbaukunde an der TU Clausthal. Nach seinem Studium nahm Prof. Reinhard Schmidt arbeitete im Steinkohlenbergwerk Minister Stein in Dortmund auf, war Bergreferendar am Landesoberbergamt Nordrhein-Westphalen sowie an den Bergämtern in Siegen und Bochum tätig. Zwischen 1978 und 1984 arbeitete er für die Niedersächsische Bergverwaltung unter anderem am Oberbergamt in Clausthal-Zellerfeld und bei den Bergämtern in Goslar und Hannover. Bis 1986 war Prof. Schmidt Referendar für Endlagerung beim Niedersächsischen Ministerium für Bundesangelegenheiten und beim Niedersächsischen Umweltministerium. Nach einem Aufenthalt in den USA wurde Reinhard Schmidt 1987 Referent im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und arbeitet hier bis 1990 unter anderem als Mitglied in Ausschüssen der EG und der OECD mit Tätigkeiten in Brüssel und Paris. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands kam Reinhard Schmidt im Mai 1991 als Referatsleiter Bergwesen an das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und wurde mit der Bildung des Sächsischen Oberbergamtes betraut, dessen Leiter er im Dezember 1991 wurde. Am 15.12. 1991 übernahm er dann die Schlüssel für das neue Sächsische Oberbergamt in der Kirchgasse 11 in Freiberg. Mit seinem Start in Freiberg begann auch eine intensive Zusammenarbeit mit der Bergakademie: Im August 1994 wurde Prof. Schmidt in das neu gebildete Kuratorium der TU Bergakademie berufen. Der erste Kooperationsvertrag zwischen der TU Bergakademie Freiberg und dem Sächsischen Oberbergamt entstand im September 1995 und wurde im April 2005 erweitert. Seinen ersten Lehrauftrag für Bergrecht erhielt Prof. Reinhard Schmidt im Wintersemester 1996/97, seit Sommersemester 2002 auch im Fach Bergbausicherheit. Am 23.2. 2001 wurde Reinhard Schmidt zum Honorarprofessor für Bergbausicherheit und bergrechtliche Genehmigungsverfahren an der Universität ernannt. Seit Februar 2010 ist Schmidt Vorsitzender des damals neugegründeten Hochschulrates der TU Bergakademie Freiberg. Prof. Reinhard Schmidt unterstützt die Bergakademie darüber hinaus seit vielen Jahren unter anderem beim Berg- und Hüttenmännischen Tag, bei Vortragsveranstaltungen und Veröffentlichungen und in Berufungs- und Promotionskommissionen. Am 19. Dezember 2010 ernannte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) den Präsidenten des Sächsischen Oberbergamtes, Reinhard Schmidt, am Rande der Bergparade in Annaberg-Buchholz zum „Oberberghauptmann“.