TU Bergakademie Freiberg bereitet 15 Kilometer Bohrungen vor

Blick in den neuen Versuchsstand am Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau
Eine neue Versuchsanlage zur Erforschung von Reibungseffekten im Bohrloch wurde im Technikum des Instituts für Bohrtechnik und Fluidbergbau vergangene Woche (11. Mai) im Beisein der Auftraggeber in Betrieb genommen.

Im Auftrag der DEA Deutsche Erdöl AG wird an der Anlage an Bohrungen der nächsten Generation geforscht. Diese "Ultra-Extended Reach Bohrungen" werden Längen von über 15 Kilometern haben und in wenigen Kilometern Tiefe waagerecht in beziehungsweise durch die Öl- und Gaslagerstätten geführt werden. Das Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau untersucht nun, wie in solche Bohrungen Rohre eingeschoben und einzementiert werden können, um sie langfristig zu stabilisieren. Dazu müssen die Reibungseffekte im Bohrloch sehr detailliert untersucht und erforscht werden. Am neuen Versuchsstand können die Bedingungen, die beim Einbau der Rohre im Bohrloch herrschen, sehr realitätsnah nachgestellt werden. Die Forschungsergebnisse fließen direkt in die Planung zukünftiger Bohrungen ein.

Blick ins Technikum des Instituts für Bohrtechnik und Fluidbergbau
Blick zum Behältnis mit der Spülflüssigkeit
Auswahl der eingesetzten Zentralisatoren
Eindruck der Inbetriebnahme des neuen Versuchsstands am 11. Mai
Ansprechpartner: 
Prof. Dr.-Ing. Matthias Reich, Tel. 03731 39-2491