TU Bergakademie Freiberg baut Kooperationen mit russischen Universitäten aus

(v.l.) Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht mit Prof. Dr. Vladimir Litvinenk
Die Expertise der TU Freiberg im Bereich Ressourcen, insbesondere in den Material- und Werkstoffwissenschaften, ist gefragt. Das zeigen auch die engen Verbindungen und Kooperationen mit Universitäten weltweit. Mit drei Abkommen wird nun die deutsch-russische Zusammenarbeit weiter intensiviert.

Der Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden zwischen Freiberg und Russland kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Um die gemeinsame Zusammenarbeit mit den Partneruniversitäten in Russland weiter voranzutreiben, reiste Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht mit einer Delegation nach St. Petersburg. Bei seinen Besuchen an der Bergbau-Universität „Gorny“ und an der Peter der Großen Polytechnischen Universität St. Petersburg (Peter der Großen Polytechnischen Universität St. Petersburg (Peter the Great Saint-Petersburg Polytechnic University) am 30. März vereinbarte er mit den jeweiligen Rektoren Prof. Dr. Vladimir Litvinenko und Prof. Andrey Rudskoy die Einführung von Doppelabschlussprogrammen im Bereich der Materialwissenschaften und der Werkstofftechnik.

"Innovative Werkstoffe und Materialien sind vor allem in der heutigen Industrie sehr gefragt. Produkte sollen immer leichter, billiger und ökologischer werden. Gerade in diesem Bereich findet bei uns Spitzenforschung auf internationalem Niveau statt. Mit den Doppelabschlussprogrammen bündeln wir diese Kompetenzen mit unseren Partneruniversitäten und bauen gleichzeitig den Austausch von Wissenschaftlern, Professoren und Studierenden weiter aus“, erklärt Rektor Prof. Dr. Barbknecht.

Wie erfolgreich der gemeinsame Wissensaustausch in diesem Fachgebiet sein kann, zeigen bereits die beiden Sonderforschungsbereiche SFB 799 „TRIP-Matrix-Composite“ und SFB 920 „Multifunktionale Filter für die Metallschmelzefiltration – ein Betrag zu Zero Defect Materials“ an der TU Bergakademie Freiberg. Ersterer erhielt erst im Mai dieses Jahres eine dritte Förderperiode bis 2020 von der DFG bewilligt. 

Eine weitere Station der Freiberger Delegation war der Besuch der ITMO Universität. Dort unterzeichnte Rektor Prof. Barbknecht mit Prof. Vladimir Vasilyev, Rektor der ITMO, am 29. März ein Doppelpromotionsabkommen. Das Abkommen verbessert nicht nur den Austausch von Wissenschaftlern und den Wissenstransfer, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich mit der Sprache und Kultur des Landes der Gasthochschule vertraut zu machen.