TU Bergakademie Freiberg baut deutsch-polnische Beziehungen weiter aus

Gerade auf der studentischen Ebene sei es wichtig, die ersten Verbindungen aufzubauen, meint der Dekan der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie. „Denn auf dem Level der Professoren besteht bereits ein reger Austausch“, fährt Prof. Scheller fort. Deswegen treffen sich einmal im Jahr Studenten und Doktoranden der TU Bergakademie Freiberg, der AGH Krakau, der TU Czestochowa und der Schlesischen Universität Kattowitz abwechselnd in Deutschland und Polen. Insgesamt 19 Teilnehmer beschäftigten sich in diesem Jahr während des zweitägigen Seminars unter anderem mit thermophysikalischen Eigenschaften von flüssigen Metallen und Schlacken, den aktuellen Analyse- und Messtechniken in der Stahlerzeugung, den mechanischen Eigenschaften von Stahlwerkstoffen und mit der Modellierung von metallurgischen Prozessen.

„Durch das Seminar erhalten die Studenten die Möglichkeit, die Gastinstitute kennenzulernen und werden dadurch vielleicht angeregt, selbst ein Semester an einer der Partneruniversitäten zu verbringen“, erläutert Prof. Scheller. „Außerdem bietet der Workshop den Studenten die Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten vor einem fremden Publikum vorzutragen, was für ihre weitere akademische Karriere ja sehr relevant ist.“ Die Besucher nahmen aber nicht nur wissenschaftliche Eindrücke mit. Während des Aufenthaltes erkundeten die Studenten und Doktoranden die Walzengießerei Coswig und das Schloss Moritzburg. Die Gastgeber zeigten ihren Besuchern aus Polen außerdem die historische Altstadt Freibergs.

Das Seminar wurde finanziell vom Verein Eisen- und Stahltechnologie Freiberg e.V., von der Verbundnetz Gas AG sowie vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt.