Tillich und Bellmann zu Gast beim Freiberger Lomonossow-Gespräch

(v.l.) MdL Steve Johannes Ittershagen, Landrat Matthias Damm, das Stifterehepaar
Zum Lomonossow-Gespräch am 5. September begrüßten der Rektor der TU Bergakademie Freiberg sowie das Stifterehepaar Engel den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und MdB Veronika Bellmann sowie drei Universitätsprofessoren. Gesprächsthemen waren zukunftsweisende Forschungsprojekte.

MP Tillich und MdB Bellmann besuchten im Anschluss an ihre gemeinsame Runde durch sächsische Mittelstandsbetriebe und die Altstadt von Freiberg das Lomonossow-Haus in der Fischerstraße. Sie interessierten sich besonders für die von der Europäischen Union geförderten Projekte der Bergakademie auf dem Feld der Rohstoffe und Materialien. „Rohstoffe, ihre Gewinnung sowie deren Verarbeitung haben die Wirtschaftskraft Sachsens seit jeher geprägt. Die aktuelle Situation stellt unsere Volkwirtschaft vor neue Herausforderungen. Die an der TU Freiberg betriebene Forschung und Lehre zeigt das Potential junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die Zukunft zu meistern“, so Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Von der Rohstoffverarbeitung und nachfolgenden Verwertung über Verfahren zur Minderung der Stickoxidemissionen bei Dieselmotoren bis hin zu Projekten, die die Auswirkungen von Emotionen auf die Leistungsfähigkeit von Unternehmen die Bandbreite der Freiberger Forschung ist groß. „Mit unserer Expertise sind wir nicht nur ein wichtiger Impulsgeber für die Wissenschaft und Wirtschaft, sondern auch für Region“, erklärt Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht. Wie diese Impulse aussehen können, stellten Prof. Martin Bertau vom Institut für Technische Chemie, Prof. Sven Kureti vom Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen sowie Prof. Jutta Stumpf-Wollersheim von der wirtschaftswissenschaftlichen Professur für Internationales Management und Unternehmensstrategie im Lomonossow-Gespräch vor. 

MdB Bellmann resümierte: „Mit der Bergakademie haben wir in Freiberg eine Technische Universität mit europäischem Exzellenz-Niveau, die für Sachsen und Deutschland eine herausragende Rolle in Lehre und Forschung spielt."

Gastgeber der Lomonossow-Gespräche sind das Stifterehepaar Engel und die TU Bergakademie Freiberg. „Gemeinsam mit meiner Frau haben wir dieses Haus geschaffen, um auch den Gedankenaustausch von Wissenschaftlern und der Gesellschaft national und international zu fördern. Der russische Universalgelehrte Lomonossow zeigte bereits im 18. Jahrhundert, wie wichtig der wissenschaftliche und interkulturelle Austausch auch über Grenzen hinweg ist. Er besuchte Freiberg, um hier zu lernen. In der Reihe unter dem Titel Lomonossow-Gespräche wollen wir daher zu einem regen Gedankenaustausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik beitragen“, betonte Dr. Frank-Michael Engel.