Tangoabend bringt Stifter und Stipendiaten zusammen

Das Aufeinandertreffen von Stiftern und Stipendiaten muss keine starre Pflichtveranstaltung sein, bei der sich beide Seiten nur förmlich kennen lernen und keine echte Beziehung entstehen will. Diesen Beweis erbrachte die TU Bergakademie Freiberg. Sie lud am 11.4.2013 ihre Deutschlandstipendiaten und Stifter zu einem Tangoabend in die Alte Mensa ein und zeigte: Das Deutschlandstipendium an der TU Bergakademie Freiberg lebt – sogar mit südamerikanischem Temperament. Gut 40 Studenten und ihre Förderer wurden nicht nur in einer musikalischen Lesung in die Welt des Tangos entführt, sondern lernten sich dabei auch genauer kennen.
Die Lesung des Duos „TANGO Amoratado“ behandelt die Geschichte des Bandoneons, dem „Klavier des kleinen Mannes“ und erzählt unter dem Titel „Vom Erzgebirge nach Buenos Aires“, wie der Tango zu seinem Instrument kam. Die Studenten und ihre Förderer kamen dabei in den Genuss eines lockeren Mix aus Texten und Musik, der diese ungewöhnliche Reise nachzeichnet. „Mit diesem Veranstaltungsformat gehen wir als Universität neue Wege, die wir gemeinsam mit den Deutschlandstipendiaten erproben“, so Prof. Dirk C. Meyer, Prorektor für Strukturentwicklung der TU Bergakademie Freiberg: „Neben neuen Themengebieten möchten wir die Stipendiaten auch näher an ihre Förderer heranführen, denn ein Schwerpunkt der Freiberger Stipendienkultur liegt in der Vernetzung.“

So waren zum Tangoabend Erika Krüger als Vorsitzende der Dr.-Erich-Krüger- Stiftung, Dr. Indra Frey von der Sparkassen-Stiftung und Matthias Grohmann von der EnviaM gekommen, um die Studenten kennenzulernen, die sie monatlich mit 150 Euro unterstützen. Die andere Hälfte des monatlichen Stipendiums wird vom Bund getragen. Erika Krüger finanziert sowohl privat als auch über die Stiftung einige Deutschlandstipendiaten. In Gesprächen mit den jungen Frauen und Männern interessierte sich die Stifterin dann auch für die Studienerfolge und weiteren Ziele ihrer „Schützlinge“.

„Die TU Bergakademie möchte mit dieser Veranstaltung wie auch mit anderen Formaten zeigen, dass das Deutschlandstipendium nicht nur ein finanzieller Gewinn für die Stipendiaten ist, sondern sie im Rahmen des Stipendiums Teil eines Netzwerks, einer Gruppe werden und weiter über den Tellerrand hinausschauen“, fasst Prof. Meyer das Anliegen zusammen. Die Bergakademie hatte sich von Anfang an als Pilothochschule für das nationale Stipendienprogramm stark gemacht. Bereits zum Start des Programms im Sommersemester 2011 konnte sie mit 23 Stipendien als einzige sächsische Hochschule die ihr mögliche Höchstzahl an Stipendien vergeben. Auch im Sommersemester 2012 schöpfte die Bergakademie die ihr zur Verfügung gestellten Bundesmittel voll aus und vergab 53 Deutschlandstipendien. Nachdem zum Wintersemester 2012/2013 weitere, von Hochschulen des Freistaates Sachsen nicht genutzte, Stipendienmittel auf andere sächsische Hochschulen verteilt wurden, verlieh die TU Freiberg zusätzliche Stipendien an 20 Studierende.

Ansprechpartner: 
Theresa Lemser