Start für "Klima-Netzwerk Sachsen"

frank Kupfer ( l ) mit Jörg matschulat im ...
Umweltminister Frank Kupfer berief heute in Freiberg die Mitglieder des neuen "Klima-Netzwerkes Sachsen". Zu den acht Gründungsinstitutionen gehört auch das Interdisziplinäre Ökologische Zentrum (IÖZ) der TU Bergakademie Freiberg. Gemeinsam sollen die regionalen Folgen des globalen Klimawandels erfasst sowie mögliche Anpassungsstrategien entwickelt werden. Zum Sprecher wurde Prof. Jörg Matschullat, Direktor des IÖZ, gewählt.
Bei der Gründung wurde die deutschlandweit erste regionale Klimadatenbank für das Internet freigeschaltet. Unter www.klima.sachsen.de kann sich ab sofort jeder Interessierte über das regionale Klima in Sachsen seit 1961 informieren und sich eine Prognose bis zum Jahr 2100 erstellen lassen.

Das Klima-Netzwerk, bestehend aus Fachbehörden, Staatsbetrieb, Hochschulen und Forschungsinstituten, vereinbarte eine enge Zusammenarbeit bei der Forschung auf dem Gebiet des Klimaschutzes. "Der Klimawandel stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme und komplexe Herausforderungen. Umso wichtiger ist deshalb die langfristige und enge Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf diesem Gebiet", sagte der Minister.

Seit mehr als zehn Jahren arbeiten in Sachsen staatliche Stellen gemeinsam mit universitären und außeruniversitären Forschungsinstitutionen erfolgreich zu Klimafragen zusammen. Dabei reicht das Spektrum von der Problemerkennung (Diagnose) bis zur Projektion (wahrscheinliche Zukunftsentwicklung klimatologischer Kenngrößen) und umfasst die Erarbeitung von Anpassungsstrategien ebenso wie die Verringerung klimaschädlicher Aktivitäten und den direkten Klimaschutz.

"Auch wenn die Konsequenzen des globalen Klimawandels in absehbarer Zeit in Sachsen eher moderate Auswirkungen haben, so sind diese dennoch mit nicht unerheblichen Kosten für die Gesellschaft verbunden", erklärt Prof. Jörg Matschullat, Direktor des IÖZ. "Es gilt einerseits, diese Kosten zu minimieren und andererseits auch die Chancen zu nutzen, die in einer rechtzeitigen Anpassung an die unvermeidbaren Konsequenzen des regionalen Klimawandels liegen. Dieser Herausforderung stellt sich der Freistaat Sachsen mit dem neuen Netzwerk."

Foto: Umweltminister Frank Kupfer (l.) mit den Gründungsmitgliedern des neuen "Klima-Netzwerkes Sachsen". Prof. Jörg Matschullat (2.v.l.) wurde auf der ersten Sitzung zum Sprecher gewählt.(Foto: Eckardt Mildner)

Ansprechpartner: 
Prof. Jörg Matschullat