Sonderschau mit Mineralen und Malerei

Die neue Sonderausstellung "Bergbau und Minerale des Wölsendorf-Nabburger Flussspat-Reviers" ist im Foyer der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, Brennhausgasse 14, zu bewundern. In zehn Vitrinen werden prächtige Mineralstufen von den hydrothermal entstandenen Ganglagerstätten gezeigt.
Es handelt sich dabei um wunderschöne Fluoritstufen, die beispielsweise dunkelviolett bis schwarz als so genannter Stinkspat oder gelblich-bräunlich als Honigspat vorgekommen sind. Neben einer Farben- gibt es auch eine Formenvielfalt. So sind neben würfeligen und achteckigen Formen auch einige exzellente Stufen der seltenen „Skalenoeder“ und attraktive Paragenesestufen mit blättrigem Baryt und Quarz, der als Eisenkiesel, Bergkristall oder Amethyst vorgekommen ist, vertreten. Die den Sammlern meist bekannten Minerale der Gruben um Wölsendorf werden ergänzt durch Pyrit, Chalkopyrit und Pyromorphit.Zudem hält die Sonderausstellung ein Novum bereit: Erstmalig verbindet die Freiberger Alma Mater hier die Kombination Mineral und Kunst. Es werden Fotos von Aquarellen der Malerin Elfi Kristl vorgestellt, die Landschaftsaufnahmen aus dem Wölsendorf-Nabburger Raum zeigen. Hinzu kommen Porträts schöner Stufen, die gemeinsam mit den Originalen zu bewundern sind, die aus der Sammlung ihres Mannes stammen.Außerdem können sich die Besucher auf mehreren Tafeln über die geologischen Verhältnisse, die Bergbaugeschichte, die Gewinnungsmethoden und die Aufbereitung informieren. Eine ausführliche Mineralbeschreibung gibt es auch für jene Minerale, die nicht ausgestellt werden können. Dazu zählen neben den Micromounts vor allem radioaktive Minerale, die zum Teil im Bild vorgestellt werden. Vervollständigt wird die Exposition mit einem Steckbrief über das wichtige Industriemineral Fluorit mit seinen mannigfachen Verwendungsmöglichkeiten. „Bei den ausgestellten Stufen handelt es sich um Leihgaben sowohl aus privater Hand als auch aus öffentlichen Präsentationen. Unser Dank gilt deshalb Dr. Rupert Hochleitner von der Mineralogischen Staatssammlung München, der Marktgemeinde Schwarzenfeld, Adrian Lang aus Schwarzenfeld sowie Konrad Reichhart aus Stulln“, meint Kustos Andreas Massanek.
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DI Andreas Massanek