Schutz und Nutzen der Erdkruste steht im Fokus des Bergbau-Kolloquiums

Das 6. Bergbau-Kolloquium am 27. und 28. Oktober 2011 an der TU Bergakademie Freiberg steht unter dem Thema „Die Erdkruste mit Verantwortung nutzen und schützen“. Für die vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau organisierte wissenschaftliche Veranstaltung hat der Sächsische Ministerpräsident Sta


Rund 130 Teilnehmer aus Forschungseinrichtungen und Universitäten diskutieren mit Praxispartner aus Unternehmen des Bergbaus, mit Dienstleistern und Zulieferern sowie mit Mitarbeitern aus Behörden und Ingenieurbüros an den beiden Tagen in der Alten Mensa, Petersstraße, über Stand und Perspektiven des deutschen Bergbaus, und speziell über die Nutzung heimischer Lagerstätten.

„Seit dem 12. Jahrhundert werden in Deutschland Steinkohle und Erze und Braunkohle ab dem 13. Jahrhundert systematisch abgebaut. Hinzu kommen Kali seit über 150 Jahren, Steine und Erden seit dem Neolithikum“, erklärt Prof. Carsten Drebenstedt, Mitorganisator der Veranstaltung. „Gerade die Rohstoffversorgung aus heimischen Lagerstätten wie jüngst das neue Vorhaben der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatcompagnie oder der Kupferschiefer Lausitz GmbH dokumentieren, wie wichtig das Thema Rohstoffabbau ist. Da er stets mit Eingriffen in die Natur und Landschaft verbunden ist, stehen auf unserem Kolloquium auch den Fragen des Umweltschutzes, der Sicherheit und Sozialverträglichkeit von bergbaulichen Vorhaben zur Debatte.“

In seinem Grußwort an das Auditorium hob Prof. Dirk Meyer, Prorektor Bildung, hervor, dass die Konferenz „Themen aufgreift, die für die Zukunft unserer Wirtschaft und damit für Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region Sachsen und deutschlandweit von entscheidender Bedeutung sind, weil sie der nachhaltigen und effektiven Versorgung unserer Industrie und der Haushalte mit Rohstoffen und Energieträgern dienen.“ Die TU Bergakademie als die nationale Ressourcenuniversität bekenne sich zu dem Ziel, eine erstklassige Ausbildung und Forschung entlang der gesamten Rohstoffwertschöpfungskette zu bieten. Der Prorektor konnte berichten, dass sich die Einschreibzahlen im Studiengang Geotechnik und Bergbau stetig ansteigen. „Im zurückliegenden Jahr studierten insgesamt 398 Studenten und für das aktuelle Wintersemester haben sich bereits 149 junge Leute eingeschrieben.“ Und die Nachfrage nach den in Freiberg ausgebildeten Bergbau-Experten sei enorm.

In diesem Jahr ergänzt eine Firmenpräsentation die Fachvorträge und eröffnet so die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme zu Herstellern, Ausrüstern und Zulieferern im Bergbau.Foto: Cornelia Riedel.
Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt