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Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen in der Vergangenheit und Zukunft
Wissenschaftlicher Brückenschlag zwischen Ost und West
Festveranstaltung in Nikolaikirche zu Ehren Lomonossows
Über 250 Gäste kamen am Donnerstag, dem 19. Mai, in die Freiberger Nikolaikirche, um in einer Festveranstaltung die "Deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen in Vergangenheit und Zukunft" zu würdigen. Der feierliche Akt, zu dem die TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit der Stadt Freiberg einlud, fand zu Ehren des russischen Universalgelehrten Michail Wassiljewitsch Lomonossow statt, der vor 240 Jahren starb. Unter den Teilnehmern der Festveranstaltung waren unter anderem Flechter M. Burton, Generalkonsul der USA, sowie Karl Noltze, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Chemnitz, und Prof. Jürgen Namysloh vom Sächsischen Staatsministerium des Inneren.
Vier Moskauer Universitäten waren mit einer Delegation in Freiberg anwesend.
Ihre Vertreter Prof. Burlin, Institutsdirektor der Lomonossow Universität Moskau, und Prof. Karabasov, Rektor der Moskauer Universität für Stähle und Legierungen, hoben in ihren Grußworten die jahrelange enge Zusammenarbeit ihrer Einrichtungen mit Freiberg hervor.
Fotogalerie Festveranstaltung
Neue Impulse für gemeinsame deutsch-russische Forschung
"Memorandum of understanding" knüpft erste Verbindungen für europäisches Wissenschaftsnetzwerk
Den Ausbau eines gemeinsamen Netzwerkes für Bildung und Forschung haben Vertreter der TU Bergakademie Freiberger und Moskauer Universitäten am Freitag, dem 20. Mai, auf dem Symposium "Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen in Vergangenheit und Zukunft" beschlossen. In einem "Memorandum of understandig" erklärten sie, länderübergreifende Maßnahmen zur Ausbildung von Studenten und zur Förderung junger Forscher in beiden Ländern zu ergreifen. Zudem sollen in den Bereichen Geowissenschaften, Mineralogie und Werkstoffwissenschaften Forschungsprojekte mit Beteiligung deutscher und russischer Wissenschaftler auf den Weg gebracht werden.Das Memorandum verfolgt dabei die Absicht, das deutsch-russische Doppeldiplom weiter auszubauen.
Die Erklärung wurde auf dem Symposium von Prof. Georg Unland, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, zusammen mit Prof. Karabasov, Rektor der Moskauer Universität für Stähle und Legierungen, und Prof. Levitski, Prorektor für Internationale Beziehungen der russischen staatlichen Universität für Erdöl und Erdgas, unterzeichnet.
Fotogalerie Symposium und Ausstellungseröffnungen
Bleibendes Zeichen für deutsch-russische Beziehungen
Hoffest der TU Bergakademie zieht über 1000 Besuchern in das GründungsbebäudeAnlässlich der Ehrungen zum 240 Todestag Lomonossows öffnete das Gründungshaus der TU Bergakademie Freiberg seine Türen und bot ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm. Schon um 14 Uhr bildeten sich lange Schlangen an den Sammelpunkten für die Führungen durch die historischen Räume. Auf besonderes Interesse stieß dabei neben der Aula und dem Senatssaal der Karzer. Der frühere Arrestraum war erstmalig nicht nur für bestrafte Akad
emisten, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Bis zum Abend bestaunten mehr als 600 Besucher seine Wandzeichnungen und Inschriften.
Neben dem Rundgang durch die Geschichte der Freiberger Universität lockte russisches Flair auf dem Hoffest. Musik auf der Bühne im Innenhof, eine Ausstellung über Lomonossow und Lesungen zeigte die unterhaltsame Seite der deutsch-russischen Beziehungen.
Am Abend zogen die Schüler und Schülerinnen der Palucca-Schule aus Dresden 300 Zuschauer im Innenhof des zentralen Verwaltungsgebäudes in ihren Bann. Selbst durch den zu Ende ihrer Ballett-Performance einsetzen strömenden Regen ließen sie sich nicht von ihrer Tanzfreude abbringen. Kurzfristig stellten sie ihr Programm um und begeisterten das Publikum mit einer Tanz-Improvisation. "Dancing in the rain" - unter diesem Motto wird der Auftritt der Hochschule für Tanz Dresden den Gästen des Hoffestes noch lange in Erinnerung bleiben.
Doch nicht nur in das Hauptgebäude strömten die Besucher, auch das Kellergewölbe im Schloss Freudenstein verwandelte sich an dem Tag in einen Publikumsmagneten. Die Ausstellung "Mineralogische Kostbarkeiten aus Russland und Kasachstan" präsentierte erste Stücke der zukünftigen Sammlung "Terra Mineralia", die ab 2008 im Schloss zu sehen sein wird.
Fotogalerie Hoffest, Mineralienausstellung und Einweihung Lomonossow-Platz












