Rektor der Technischen Universität in Freiberg wendet sich gegen Fremdenhass

Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht bei seiner Rede
Der Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, hat am 10.02.2017 die Grundsteinlegung für eine neue Forschungshalle seiner Universität zum Anlass genommen, um deutlich zu machen, dass gute Wissenschaft und Forschung nur in einer weltoffenen Atmosphäre gedeihen können.

Wörtlich sagte er: "Eine angstfreie, weltoffene und durch Respekt vor einem offenen, freien und internationalen Diskurs geprägten Universität ist an der TU Bergakademie Freiberg selbstverständliche Praxis. Ich danke den vielen Mitarbeitern, Studierenden und Lehrenden der Universität ausdrücklich für die tägliche Ausübung und Verteidigung dieser Grundwerte des gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenlebens." Und "Fremdenhass, Demütigung von Minderheiten, menschenverachtende Redewendungen und Inhumanität haben an unserer Universität und generell an einer Universität des 21. Jahrhunderts nichts zu suchen. Sie sind Zeichen geistiger Verrohung und bedeuten den Rückfall in dunkle Zeiten." Er nimmt damit Bezug auf Ein- und Ausreiseverbote für Wissenschaftler, die den Austausch zwischen diesen behindern, aber auch auf vereinzelte Äußerungen von Politikern im In- und Ausland.