Quarz- Ausstellung der TU Bergakademie im Ministerium für Wissenschaft und Kunst

In acht Vitrinen stellen das Institut für Mineralogie und die Geowissenschaftlichen Sammlungen die Vielfalt natürlich vorkommender Quarze vor und geben Einblicke in die Synthese dieses wichtigen Roh- und Werkstoffes. Im Erdgeschoss locken vor allem die Farb- und Formvarietäten des Minerals die Betrachter an. Diese attraktiven Stufen stammen aus der Pohl-Ströher Mineralienstiftung. Im Foyer des 1. Stockwerks ist etwas über die Nutzung von Quarz als wichtigem Stoff für die Grundstoffindustrie zu sehen und einige seiner Anwendungen als Hightechmaterial in Wissenschaft und Technik werden erläutert.

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, begrüßte die informative Schau als "kleines wertvolles Schaufenster", in dem sich die TU Bergakademie vorstellt und einen Bogen von der "Schönheit kristalliner Strukturen bis zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung" spannt. Themen, die gut in das Ambiente des Hauses passen und "neben Kunst und Kultur die Blickachse zur Wissenschaft öffnen."

Der designierte Rektor Prof. Bernd Meyer sprach von der Entwicklung des Quarzes "vom glänzenden Kristall bis zur geschliffenen Idee" und brachte dabei über 100 Gästen der Eröffnungsveranstaltung die Leistungen und Erfolge von bedeutenden Forschern und Mineralogen aus Freiberg näher. Mit dem wirtschaftlichen Pfad des Rohstoffes vom Silber zum Silicium schloss er den Kreis zu heutiger Forschung in Sachsen. "Quarz (SiO2) ist mit rund 12 Prozent eines der häufigsten Minerale der Erdkruste und als Sand und Kies einer der wichtigsten Stoffe der Grundstoffindustrie", berichtete Prof. Gerhard Heide vom Institut für Mineralogie. "Die Nutzung reicht von den Bereichen Baustoffe, Straßenbau und Architekturstein bis zur Metallurgie, zu Glas und Keramik. Hochreiner Quarzsand ist nicht nur der Hauptrohstoff für die Herstellung von Spezialglas, sondern ist auch ein entscheidender Rohstoff für die Produktion von Halbleiter- und Solar-Silizium."

Die Sonderschau mit Quarzstufen von verschiedenen weltberühmten Vorkommen demonstriert zudem aktuelle Forschungsarbeiten. So werden Syntheseverfahren und Materialien vorgestellt, die perspektivisch den Werkstoff Quarz ablösen können und zum Teil noch bessere Eigenschaften für einen technischen Einsatz unter hohen Temperaturen aufweisen.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Juli 2010, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Wigardstraße 17, in Dresden zu sehen.

Foto von Christel-Maria Höppner: Prof. Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, und Prof. Sabine von Schorlemer, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst neben einer der Ausstellungsvitrinen.