Professor Horst M. Teltschik sprach auf dem 2. Krüger-Kolloquium

"Wir freuen uns sehr, dass wir Professor Teltschik im 20. Jahr der Deutschen Einheit als Redner gewinnen konnten, es war eine sehr gelungene Veranstaltung“, sagt Professor Dirk Meyer, Prorektor Bildung an der TU Bergakademie Freiberg.

Sowohl Studenten, als auch Universitätsmitarbeiter und Freiberger waren zum Vortrag des Politikers in den Städtischen Festsaal gekommen. Zuvor hatte Freibergs Oberbürgermeister Bernd Erwin Schramm den Gast durch die Innenstadt geführt. Teltschik war bei den Verhandlungen zur Deutschen Einheit der Mann hinter den Kulissen. Als stellvertretender Chef des Bundeskanzleramtes und langjähriger persönlicher Berater von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl wirkte er maßgeblich an den deutsch-deutschen Verhandlungen zur Wiedervereinigung und den internationalen Gesprächen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs mit. Der Rektor der Bergakademie, Prof. Bernd Meyer, hatte Teltschik auf dem Deutsch-Russischen Rohstoffforum kennengelernt und ihn für einen Vortrag in Freiberg gewinnen können. Nach der Rede diskutierten die Zuhörer noch ausgiebig mit dem Gast und stellten Fragen rund um Deutsche Wiedervereinigung, Geschichte und Politik.

Professor Teltschik wurde 1940 im Sudetenland geboren und studierte an der FU Berlin Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Völkerrecht. 1977 wurde er Leiter des Büros des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dann schließlich ab 1983 Vize-Kanzleramtschef. Er war Geschäftsführer der Bertelsmann Stiftung und Vorstandsmitglied der BMW AG und leitete von 1999 bis 2008 die Münchner Sicherheitskonferenz.

Das Krüger-Kolloquium ist eine Veranstaltungsreihe der Graduierten- und Forschungsakademie der TU Bergakademie, bei der mehrmals im Jahr hochkarätige Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Beiträge für interessierte Studenten, Wissenschaftler und Freiberger Bürger sowie Besucher aus ganz Sachsen präsentieren. Eingeladen ist auch Stifterin Erika Krüger, die mit einem persönlichen Grußwort das erste Krüger-Kolloquium mit dem Gastredner Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker im Juni diesen Jahres eröffnet hatte.

Das Krüger-Kolloquium ist nach Peter Krüger benannt, der der TU Bergakademie Freiberg im Dezember 2006 Teile seines Immobilienbesitzes gestiftet hatte. Das Vermögen bildet den Grundstock der "Dr. Erich Krüger Stiftung". Die Stiftung ist nach dem Vater Peter Krügers benannt. Mit ihren Erträgen stehen der Freiberger Universität jährlich zusätzliche Mittel in Millionenhöhe zur Verfügung. Das Geld wird beispielsweise in die Ausbildung herausragender Promovenden sowie in den Ausbau der Forschungsinfrastruktur der Universität investiert.

Foto: Prof. Horst Teltschik (Mitte) im Gespräch mit Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (links) und dem Prorektor Bildung der TU Bergakademie, Prof. Dirk Meyer. Bildquelle: Torsten Mayer