Peter Krüger erhält postum Ehrendoktorwürde

Der Münchner Unternehmer und Stifter wurde am Freitag, dem 18. Juli 2008 für seine Verdienste um die Forschungsförderung geehrt. Insbesondere für seinen Einsatz für das Freiberger Hochdruckforschungszentrum, das neue Materialien und Technologien entwickelt, verlieh ihm die Fakultät für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie den Doktortitel. Peter Krügers Ehefrau Erika Krüger nahm die Auszeichnung stellvertretend am 18. Juli im Senatssaal, Akademiestr. 6, entgegen. An der Veranstaltung nahm der Sächsische Finanzminister und frühere Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Georg Unland, teil.
Peter Krüger sorgte mit der Gründung der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung im Dezember 2006 bundesweit für Aufsehen. Für die Stiftung stellte er einen Großteil seines Immobilienvermögens der TU Bergakademie Freiberg zur Förderung der anwendungsorientierten Forschung zur Verfügung. Mit den Stiftungserträgen wurde 2007 das "Freiberger Hochdruckforschungszentrum" als erstes Krüger-Forschungskolleg gegründet. In ihm forscht ein Team aus acht Freiberger Wissenschaftlern an der Entwicklung ultraharter Materialien. Mit den Stiftungsmitteln werden unter anderem acht Doktorandenstellen finanziert. Ein spezielles Promotionsprogramm führt die Nachwuchswissenschaftler an die internationale Spitzenforschung heran. Dazu wurden beispielsweise hochrangige Wissenschaftler aus dem Ausland zu Vorträgen eingeladen sowie Schulungen organisiert.

Für sein Engagement für die Wissenschaft und Forschung in Freiberg ehrte ihn die Freiberger Universität bereits am 11. Juni 2007 im Beisein des damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Georg Milbradt mit der Ehrensenatorwürde. Peter Krüger verstarb am 12. Juli 2007 in München. Das Verfahren zur Verleihung der Ehrendoktorwürde wurde bereits zu seinen Lebzeiten eingeleitet.

Gründung der "Graduierten- und Forschungsakademie"
Bei der Festveranstaltung gründete die TU Bergakademie Freiberg eine Einrichtung für Nachwuchswissenschaftler auf dem Weg zum Doktortitel. Mit der "Graduierten- und Forschungsakademie" bietet die Freiberger Universität allen Promovierenden eine zentrale Anlaufstelle und neue Ausbildungswege. "Wir möchten, dass junge Wissenschaftler die Möglichkeiten zu einer zügigen und hochwertigen Promotion erhalten, bei der sie gleichzeitig für Führungsaufgaben ausgebildet werden", erklärte Prof. Michael Schlömann, amtierender Rektor der TU Bergakademie Freiberg, den neuen Schritt der Freiberger Universität. "Deswegen richten wir für alle Promovenden eine fakultätsübergreifende Einrichtung ein. Sie kümmert sich um sämtliche Belange der Promotion und hält individuelle Bildungsangebote bereit."

Ansprechpartner: 
Birgit Seidel