Neue Deutschlandstipendiaten in Freiberg ausgezeichnet

Die Stipendiaten der TU Bergakademie Freiberg mit ihren Förderern © Eckardt Mild
Bereits im fünften Jahr vergab die TU Bergakademie Freiberg am 1. Juni Deutschlandstipendien an ihre Studierenden. Im Sommersemester 2016 zählt die Universität 72 Stipendiaten, die eine finanzielle Förderung erhalten.

„Mit dem Deutschlandstipendium haben wir die Möglichkeit, Studierende mit sehr guten Leistungen zu fördern und so unseren wissenschaftlichen Nachwuchs zu stärken“, erklärt Prof. Broder J. Merkel, Prorektor für Strategieentwicklung. Das Stipendienprogramm unterstütze nicht nur junge Nachwuchswissenschaftler, sondern darüber hinaus auch die Zusammenarbeit der Universität mit Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen, die als Förderer aktiv sind.

(v.l.) Jürgen Schellig mit seinem Stipendiaten Lukas Raphael und Prof. Broder J. Merkel (Prorektor Strategieentwicklung) © Eckardt MildnerJürgen Schellig ist seit drei Jahren Förderer des Deutschlandstipendiums. Als ehemaliger Absolvent der TU Bergakademie Freiberg ist es für ihn eine besondere Freude, junge Menschen bei ihrem Studium an der Ressourcenuniversität zu unterstützen. „Ich wollte der Universität, an der ich eine tollte Studienzeit verbunden mit einer fachlich fundamentierten Ausbildung hatte, etwas Zurückgeben“, erklärt Schellig. Mit dem Wissen, was die Studierenden an der TU Bergakademie Freiberg erlangen, können sie heute in die ganze Welt gehen. Er sei das beste Beispiel dafür. Zwölf Jahre lang war Jürgen Schellig bei der Pöyry Infra AG Zürich als Chefbauleiter des Vortriebs beim Bau des Schweizer Gotthard-Basistunnels tätig, der nach 17 Jahren Bauzeit heute (1. Juni) eröffnet wurde (siehe MDR-Interview: http://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/audio-83942.html). 

Auf der Baustelle des längsten Eisenbahntunnels der Welt war er zuständig für den Teilabschnitt Sedrun und trug die Verantwortung für die geologische Vorauserkundung der Tunnelröhren mittels Kern- und Schlagbohrungen. Das Teilstück Sedrun war wegen seiner besonderen Gesteinsstruktur der anspruchsvollste Teil der insgedamt fünf Bauabschnitte. „Ohne das Wissen aus meinem Studium und dem technischen Know-How aus Freiberg, wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen“, so Schellig. Jetzt gelte es, den Staffelstab an die jüngere Generation weiterzugeben.

Insgesamt zählt die TU Bergakademie Freiberg über 30 regionale und überregionale Förderer. Zur Urkundenübergabe am 1. Juni im Senatssaal der TU Bergakademie Freiberg waren unter anderem die SolarWorld Innovations GmbH, die MIBRAG, enviaM, der Soroptimistische Hilfe Freiberg e.V., die Taubert Consulting GmbH, die Schmiedewerke Gröditz, architekten ingenieure aus Suhl sowie Frau Dr. Erika Krüger von der Dr. Erich-Krüger-Stiftung und die privaten Förderer Herr Jürgen Schellig (Absolvent der TU BAF) und Herr Jürgen Riesch aus Niedersachsen anwesend.

Das Stipendium in Höhe von monatlich 300 Euro wurde im Jahr 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert. Es fördert Studierende mit herausragenden Leistungen. Bei der Auswahl werden neben sehr guten Noten auch Erfolge, Auszeichnungen, Berufs- oder Praktikumserfahrungen sowie außeruniversitäres Engagement berücksichtigt. Die Fördersumme wird zur Hälfte vom BMBF und zur anderen Hälfte von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert.

Die nächste Ausschreibung für ein Deutschlandstipendium im Wintersemester 2016/17 startet im Juli dieses Jahres. Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen, insbesondere: Geotechnik/Bergbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Eisen- und Stahltechnologie sowie Umformtechnik u.v.m.. Die Stipendien werden nach Leistung der Studierenden für die Dauer von in der Regel zwei Semestern vergeben. Das Deutschlandstipendium wird an deutsche und internationale Bewerberinnen und Bewerber vergeben.

Weitere Informationen: 

Ausführliche Informationen zum Deutschlandstipendium

Ansprechpartner: 
Diana Giersch, Tel.: 39-2583