Nepalesische Mathematikerin forscht an der Verbesserung des Verkehrsnetzes in Krisen

Blick über die Stadt von Kathmandu
Seit November forscht die nepalesische Mathematikerin Dr. Urmila Pyakurel von der Tribhuvan University, Kathmandu mit einem Georg Forster-Forschungsstipendium für Postdoktoranden der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der TU Bergakademie Freiberg an Fragen der Verkehrsnetzoptimierung im Notfall.

Dr. Urmila Pyakurel entschied sich für ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland bewusst für die TU Bergakademie Freiberg, denn sie habe im Bereich der Mathematischen Optimierung ein gutes Wissensfundament und Renommee. Die Stipendiatin weiß die exzellenten Forschungsbedingungen zu schätzen und auch das für sie wichtige wissenschaftliche Netzwerk auf den Gebieten der mathematischen Optimierung und der diskreten Mathematik. Für die Humboldt-Stipendiatin ist es nicht der erste Besuch in Freiberg. Von August bis November 2016 weilte sie im Rahmen der ebenfalls von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung geförderten Institutspartnerschaft zwischen beiden Instituten zum Thema „Optimization Models and Methods for Sustainable Development“ schon einmal in Freiberg. Ein früherer Forschungsaufenthalt führte sie an die Technische Universität Kaiserslautern. Für ihre wissenschaftliche Arbeit bleibt sie bis Ende Oktober 2019 an der Universität in Freiberg. Für ihr aktuelles Forschungsthema „Integrated Transportation Network Optimization for Emergency Planning“ stehen ihr neben dem wissenschaftlichen Gastgeber Prof. Dempe vom Institut für Numerische Mathematik und Optimierung eine Doktorandin und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Seite.

Für Gastgeber Prof. Stephan Dempe ist der Forschungsaufenthalt der Nepalesin ebenfalls eine wertvolle Bereicherung: „Mit ihrem umfangreichen und tiefgründigen Wissen auf dem Gebiet der Netzwerkoptimierung ist Frau Pyakurel eine wertvolle Bereicherung für unsere Forschung auf dem Gebiet der Mathematischen Optimierung. Fragen der bestmöglichen Evakuierung Geschädigter unter Einbeziehung gegenläufiger Transporte von Notfallkräften sind wissenschaftlich hochinteressant und anspruchsvoll. Ihre Untersuchung ist gerade für Nepal wegen der häufigen Naturkatastrophen sehr wichtig.“ Die Humboldt-Stipendiatin will nach ihrer Rückkehr an die Heimatuniversität den Kontakt zur TU Bergakademie Freiberg weiter festigen und eine Kooperation vertiefen.

Kurzvita der Stipendiatin Dr. Urmila Pyakurel: http://urmila.cdmathtu.edu.np/cirruculum-viate.html

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht jährlich über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 28.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger. Die Vergabe der Stipendien wird nicht durch Quoten für Fachgebiete oder Herkunftsländer geregelt, sondern allein die individuellen wissenschaftlichen Qualifikationen der Bewerber sind entscheidend. Im Jahr 2016 bewilligte die Stiftung 95 Georg Forster-Forschungsstipendien an Wissenschaftler aus Schwellen- und Entwicklungsländern.

Neben Dr. Pyakurel forscht aktuell noch Prof. Dr. Aniekan Effiom Edet mit einem Humboldt-Forschungsstipendium als Gast am Institut für Geologie der TU Bergakademie Freiberg. Die von der Humboldt-Stiftung geförderten exzellenten Wissenschaftler führen in Deutschland ein Forschungsprojekt mit einem Gastgeber und Kooperationspartner ihrer Wahl durch.

Ansprechpartner: 
Prof. Stephan Dempe, Tel.: 39-2956