Nachwuchswissenschaftlerin Anna Yanina erhält Best Paper Award

Anna Yanina, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Metallformung und Doktorandin im Freiberger Sonderforschungsbereich, beschäftigt sich mit der Erzeugung einer grundlegend neuartigen Werkstoffkombination: der Verbindung von Stahl mit hohem Umformvermögen und spröder Keramik. Die Forschungsarbeit von Anna Yanina konzentriert sich auf die pulvermetallurgische Herstellung von Verbundwerkstoffen, die durch eine vielfältige Beeinflussung der Verfahrenparameter in den einzelnen Erzeugungsschritten ein großes Potenzial zur Verbesserung der Eigenschaften der Werkstoffe aufweist. In Kooperation mit anderen Teilprojekten des SFB 799 beschäftigt sich Frau Yanina mit systematischen theoretischen und experimentellen Untersuchungen zum Sintern sowie mit der Anwendung von Umformverfahren zur Herstellung und Verarbeitung von pulvermetallurgischen Werkstoffen des TRIP-Stahl/ ZrO2-Systems. Für diese ersten Forschungsergebnisse zum Sintern erhielt Anna Yanina nun den 1. Preis des Best Paper Awards des Werkstofftechnischen Kolloquiums an der TU Chemnitz. Die Veranstalter zeichneten mit diesem Preis eine Publikation der Freiberger Doktorandin zum Thema „Einfluss der Sinterparameter auf die mechanischen Eigenschaften von TRIP-Matrix-Composite-Werkstoffen“ aus. Anna Yanina setzte sich damit als Nachwuchswissenschaftlerin unter 40 eingereichten wissenschaftlichen Publikationen aus der ganzen Welt durch. Der Preis wird vorrangig an Nachwuchswissenschaftler mit herausragenden wissenschaftlichen Erkenntnissen vergeben, um diese zu weiteren Publikationen und Vorträgen bei wissenschaftlichen Veranstaltungen zu motiveren. Ziel des 13. Werkstofftechnischen Kolloquiums war es, neueste Forschungsergebnisse der Werkstoff- und Oberflächentechnik sowie deren technische Anwendung vorzustellen und zu diskutieren. Am 29. und 30. September präsentierten Wissenschaftler und Experten aus der Industrie aus ganz Deutschland, Kanada und der Türkei neue Erkenntnisse und Entwicklungen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Erkenntnissen der materialwissenschaftlichen Grundlagenforschung. In Kooperation mit dem Chemnitzer Sonderforschungsbereich SFB 692 „Hochfeste Aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe für Sicherheitsbauteile“ präsentierte das Team des Freiberger SFB 799 „TRIP-Matrix Composite“ seine Forschungsergebnisse. Anna Yanina hat Werkstoffwissenschaft am Moskauer Staatlichen Institut für Stähle und Legierungen (MISIS) sowie an der TU Bergakademie Freiberg studiert. Seit 2008 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich. Im Rahmen des SFB unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) insbesondere die Ausbildung und Qualifikation von Doktoranden. Neben der Finanzierung von Doktorandenstellen widmet die DFG umfangreiche Mittel für Ausbildungsprogramme, Schulungen sowie Auslandsaufenthalte bzw. Gastwissenschaftler-Programme. Ziel ist eine zügige und qualitativ hochwertige Promotion sowie eine frühzeitige Sichtbarkeit junger Nachwuchswissenschaftler durch ihre Einbindung in nationale und internationale wissenschaftliche Netzwerke.
Ansprechpartner: 
Peggy Rathmann