Mondfahrzeug fährt mit Freiberger Hilfe

Die Freiberger Maschinenbaustudenten Uwe Clemens und Sebastian Nentwig konstruieren derzeit gemeinsam mit amerikanischen Kommilitonen ein Mondfahrzeug. Ausgeschrieben wurde das Projekt von der NASA. Entwickelt werden soll ein Fahrzeug für zwei Personen, das mit Muskelkraft betrieben wird.
Die Aufgabe der Freiberger Studenten ist es, die Aufhängung für das Mondfahrzeug so zu konstruieren, dass es den extremen Beanspruchungen gerecht wird. Dabei ist besonders auf eine geringe Masse der zu entwerfenden Teile zu achten. Außerdem muss es den Fertigungsrichtlinien für Gießtechnik entsprechen.Per Videokonferenz und Internet halten Uwe Clemens und Sebastian Nentwig Kontakt zu den Studenten der Pittsburg State University. „Das Ziel ist die komplette Umsetzung des Fahrzeugs mit Testlauf im nächsten Jahr auf dem NASA Gelände in Alabama. Dort wird es auf dem Hindernisparcours extremsten Belastungen ausgesetzt, wobei unser konstruiertes Teil eines der wichtigsten Bauteile für das Mondfahrzeug ist“, erklärt Sebanstian Nentwig.“An dem Wettbewerb nehmen verschiedenste amerikanische Universitäten teil, so dass wir ganz besonders stolz sein dürfen, als internationales Team an den Start treten zu können“, fügt Uwe Clemens hinzu. Der Kontakt zur Pittsburg State University kam über den Freiberger Prof. Jürgen Bast zustande, der schon seit einigen Jahren enge Forschungskontakte auf dem Gebiet der Hütten-, Gießerei- und Umformtechnik mit der amerikanischen Universität pflegt. „Für die Realisierung des Projektes ist es von größter Wichtigkeit Sponsoren zu finden, die es uns ermöglichen an dem Rennen im nächsten Jahr teil zu nehmen“, so der Professor. Im November besuchten Vertreter der Pittsburg State University die TU Bergakademie Freiberg, um weitere Einzelheiten zu besprechen und sich über Studien-, und Forschungsmöglichkeiten an der Freiberger Uni zu informieren.
Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Jürgen Bast