Mit Nurlana Mammadova aus Baku die Studentenzahl 5 000 erreicht

(c) by Christian Waitschies | ...
Zur Immatrikulationsfeier erhielt sie als Geschenk aus den Händen des Rektors ein MacBook Pro, einen tragbare Edel-Computer. "Ich freue mich über das Gerät, zumal ich bisher noch keinen eigenen hatte. Aber noch mehr hat mich diese Aufmerksamkeit und Ehre emotional berührt, die mir als neuer Studentin entgegengebracht wird", sagt Nurlana Mammadova leise.

Für die 19-Jährige stand schon vor drei Jahren fest, dass sie an der TU Bergakademie studieren möchte. "Ich habe damals gehört, dass es hier beste Bedingungen für ein forschungsintensives Studium gibt. Bei uns in Baku arbeitet in der Erdöltechnik eine Vielzahl von Betrieben eng mit deutschen Unternehmen zusammen. Dort möchte ich später einmal tätig sein. Wobei mich aber besonders die Flugzeugtechnik interessiert", berichtet Nurlana in perfektem Deutsch.

Nach Abschluss der 11. Klasse entschied sie sich bewusst für ein zweijähriges Studium an der Aserbaidschanischen Staatlichen Erdölakademie in der Fachrichtung Automatik, Produktionsprozesse und Gerätebau. Dazu absolvierte sie einen einjährigen intensiven Deutschkurs. "Fünfmal die Woche drei Stunden Sprachtraining", präzisiert sie. Nachdem sie beides erfolgreich gemeistert hat, stand dem Studium in Freiberg nichts mehr im Wege.

Bereits nach den wenigen Tagen in der Bergstadt fühlt sie sich wohl. "Freiberg ist eine kleine, schöne, freundliche Stadt". Nurlana ist froh, dass sie mit der Geoökologie-Studentin Wiebke Weymann eine Mentorin an der Seite hat, die sie auf Schritt und Tritt begleitet. Die ersten Vorlesungen in Physik und Werkstofftechnik besuchte sie bereits. "Physik habe ich gut verstanden, bei den Werkstoffen muss ich noch einige Begriffe nacharbeiten. Das werde ich gleich heute Abend machen", meint sie. "Aber vorher möchte ich mir Gardinen kaufen für mein Zimmer im Studentenwohnheim." Dabei hilft ihr eine befreundete Familie, die in Freiberg wohnt und Nurlana Mammadova ebenfalls unter ihre Fittiche nimmt, damit das Heimweh nicht zu groß wird.

Foto: Rektor Prof. Bernd Meyer begrüßte Nurlana Mammadova auf der Immatrikulationsfeier als 5 000. Studierende. (Foto: Christian Waitschies)

Ansprechpartner: 
Prof. Michael Schlömann