MINERAL auf Entdeckungstour in Italien

Die Mineral-Gruppe im Kalkbergwerk Contrado Tabuna in Ragusa © Prof. Carsten Dre
Im Erasmus-Projekt „MINERAL“ setzt sich die TU Freiberg mit 8 Universitäten aus Vietnam, Russland, Österreich, Deutschland und Italien für einen verbesserten Studenten-Austausch in den Geowissenschaften ein. Dazu gehören auch Weiterbildungsreisen in die Partnerländer. Diesmal ging es nach Italien.

Auf der zweiwöchigen Weiterbildung (18. bis 29. September) lernten die 20 Geologie- und Bergbau-Experten nicht nur viel über die Lehrinhalte und –methoden der Universität in Turin, sondern auch über geologische Besonderheiten Italiens kennen. Dazu gehören unter anderem vulkanische Sequenzen, der Ätna und die submarinen Bildungen bei Catania, tektonisch beeinflußte Sedimentationsfolgen am Monte Judica, die Scicli-Ragusa-Störung, das Caltanissetta Becken und die Siculiana Faltung. „Die Kollegen der Universität Turin haben sehr gute Arbeit geleistet und eine wissenswerte und erlebnisreiche Exkursion organisiert“, resümiert Prof. Carsten Drebenstedt von der TU Bergakademie Freiberg und Projektleiter im MINERAL-Projekt.

Hintergrund ist das im Rahmen des „Erasmus+“-Programmes mit 800.000 Euro geförderte Projekt MINERAL, das vor einem Jahr in Freiberg gestartet wurde. Ziel ist es, die geowissenschaftliche Ausbildung, speziell von Erkundungsgeologen, in den Studiengängen der Partner-Universitäten zu modernisieren und zu harmonisieren. Bisher erschweren die unterschiedlichen Studieninhalte die internationale Ausbildung beziehungsweise den Austausch von Studierenden. „Im Projekt MINERAL sind wir auf einem guten Weg, Lösungen zu finden“, so Prof. Drebenstedt. In gemeinsamen Treffen an den Partneruniversitäten schauen sich die Projektverantwortlichen dafür die Gegebenheiten vor Ort an und tauschen sich über Lehrinhalte und Lernmethoden, Lehrmittel sowie die Ausstattung innerhalb der Labore aus.

Das nächste Treffen findet bereits im November 2017 in Leoben statt. Schwerpunkt ist die dann die Studienplangestaltung. Für 2018 ist dann ein Besuch in Russland  (Winterschule „Young geologists“) und Vietnam (Schwerpunkt e-learning) geplant. Bereits im letzten Jahr besuchten die Partneruniversitäten die Universität in Freiberg.   

Die TU Bergakademie Freiberg bietet als einzige Universität in Deutschland das volle Spektrum an geowissenschaftlichen Studienfächern. Zum Studienangebot: http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge

Ansprechpartner: 
Prof. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731/ 39-3373