Mikrowellen statt Sprengstoff - Neue Technologien zur Gesteinszerkleinerung

Gesteinsuntersuchungen © TU Bergakademie Freiberg
Vom 20. bis 22. November treffen sich an der TU Bergakademie Freiberg über 80 Wissenschaftler aus 15 Ländern zur Internationalen Konferenz zur sprengstofflosen Gesteinszerstörung. Dabei werden auch neue Technologien wie der Einsatz von Mikrowellen, Hochdruck-Wasserstrahlen oder Lasern vorgestellt.

Die zunehmenden Anforderungen an die Sicherheit, den Umweltschutz und die Effizienz beim Abbau und bei der Zerkleinerung von Festgestein im Bergbau und Bauwesen stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Wie nachhaltige und wirtschaftliche Lösungen aussehen können, erforschen Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg unter anderem in einer von der EU und dem Freistaat Sachsen geförderten Nachwuchsforschergruppe zur selektiven Gesteinszerkleinerung (InnoCrush). In diesem Sinne entwickeln zehn junge Wissenschaftler innovative Technologien für den Bergbau, um Lagerstätten künftig mit effizienteren Verfahren abzubauen. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und verbindet die Bereiche Material- Analytik, numerische Modellierung, Bergbau, Aufbereitung, Automatisierung und Wirtschaftslehre. 

„Die TU Bergakademie Freiberg ist ein prädestinierter Ort für die Forschung zur sprengstofflosen Gesteinszerstörung, da wir über jahrzehntelange Erfahrung, einzigartige Labore und bestes wissenschaftliches Knowhow in Form unserer Forscher verfügen“ schätzt Tagungsleiter und Bergbauprofessor Carsten Drebenstedt ein. 

Die Tagung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Europäischen Gruppe für Gesteinsgewinnung, der die TU Bergakademie Freiberg angehört, unterstützt. Neben der Wissensvermittlung steht dabei auch der Austausch zwischen weltweit führenden Forschungszentren und der Wirtschaft im Fokus. Dafür bringt die Konferenz Experten verschiedener Forschungsgebiete zur sprengstofflosen Gesteinszerstörung, wie zum Beispiel aus der Bohrtechnik, der Aufbereitung oder dem Abbau von Metallkrusten am Meeresboden, zusammen.

Weitere Informationen:

http://tu-freiberg.de/forschung/forschungsprojekte/projekte/innocrush 

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731/39-3373