Mathematik einmal anders als in der Schule

Schüler Jan Hofmeister navigiert  durch eine 3D-Ringwirbelsimulation
Vierzehn begabte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Bundesländern schnupperten fünf Tage lang in die Mathematik und Informatik an der TU Bergakademie Freiberg. Im Rahmen der 23. Frühjahrsakademie erlebten die Gymnasiasten, wie vielfältig diese Wissenschaften angewendet werden können.

Neben Vorlesungen und Vorträgen in Mathematik und Informatik, beispielsweise zur Vektoroptimierung, standen auch praktische Anwendungen auf dem Programm. So lernten die Akademisten die „CAVE“ am Institut für Informatik kennen, einen Projektionsraum für Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Virtuellen Realität. Mit Hilfe der CAVE können technische Systeme oder komplexe Umgebungen realistisch dreidimensional dargestellt und erkundet werden. Auch die Funktionsweise von Robotern wurde den Akademisten gezeigt. „Ich wusste erst gar nicht, ob diese Mathe an der Uni etwas für mich ist. Aber das ist schon sehr cool, wie uns die Robotik vorgestellt wurde, wie Roboter unter Tage funktionieren. Ein Bergwerk richtig in Aktion ist ein mega Pluspunkt“, ist Franziska Rupf, 11. Klasse aus Döbeln, begeistert.

Auch Jan Hoffmeister, 12. Klasse aus Stendal fand die Einfahrt in das Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ sehr aufschlussreich: „Das ist im wahrsten Sinn des Wortes Forschung zum Reinfühlen und Anfassen. Die Technik unter Tage zu erleben und nicht nur in einem Besucherbergwerk, hat mich sehr beeindruckt.“

Till Janssen aus der Nähe von Berlin findet: „Die Mathematik an der Uni hat ein hohes Niveau und ist sehr anspruchsvoll. Das hier ist andere Mathe als in der Schule. Hier ist es mehr spezialisiert und die Themen sind extra ausgesucht. Ich finde, das ist hier gut gemacht. Für mich steht Freiberg ganz oben auf der Liste.“

Mitorganisator der 23. Frühjahrsakademie ist Dr. Uwe Weber von der Fakultät für Mathematik und Informatik an der TU Bergakademie Freiberg: „Wir zeigen den Schülern, dass Mathematik nicht nur trockene Theorie ist, sondern auch konkrete Anwendungen hat. Und wir wollen mit der Akademie auch einen Einblick in das Studenten- und Stadtleben geben. Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden.“

Vierzehn hochbegabte Gymnasiasten aus verschiedenen Bundesländern bei der Frühjahrsakademie der TU Bergakademie Freiberg  © TU Bergakademie FreibergNeben Einführungen in Mathematik und Informatik standen sowohl das kulturelle als auch das studentische Leben auf dem Programm. So bekamen die Schüler eine Stadtführung und besichtigten den Freiberger Dom. Till Janssen lobt die Stadt der kurzen Wege: „Die Stadt und auch die Uni haben eine gute Größe. Wenn man mal jemanden in einer anderen WG besuchen will, dann ist die gleich um die Ecke“, so der Rand-Berliner. „Und wir waren bei einem Studentenabend des Fachschaftsrats Mathematik dabei. Da sitzen Erstsemestler neben Doktoranden und klönen. Hier ist alles sehr persönlich. Wir wurden herzlich aufgenommen.“ Und Jan Hoffmeister stellte schnell fest: „Das Studentenleben ist entspannter als in der Schule.“

Unterstützt wurde die Frühjahrsakademie vom Verein Freunde und Förderer der TU  Bergakademie Freiberg e.V..

Die Frühjahrsakademie im Internet:

http://tu-freiberg.de/fakult1/studium/schueler-und-lehrer/fruehjahrsakademie-mathematik

Ansprechpartner: 
Dr. Uwe Weber, Tel.: 03731 39 3493