Manfred Goedecke erhält Ehrenbürgerwürde

Manfred Goedecke arbeitete nach dem Studium als Mitarbeiter an der Bergakademie und promovierte und habilitierte hier. Seit 1990 ist er bei der IHK tätig. Er erhält die Ehrung für sein Wirken zur Stärkung des Forschungsstandortes Freibergs. Insbesondere für seine Unterstützung von Initiativen und Projekten der TU Bergakademie zur Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft sowie beim Ausbau der Kapazitäten der Ressourcenuniversität Freiberg.

Die Würde eines Ehrenbürgers wird an Personen vergeben, die nicht der Freiberger Universität angehören, sie jedoch durch ihr herausragendes Engagement unterstützt haben. Seit Einführung der Auszeichnung im Jahre 2001 haben bereits sieben Persönlichkeiten diese Würdigung erhalten.

Manfred Goedecke hat seine Wurzeln an der Bergakademie, der er bis heute eng verbunden ist. Vor allem in Geofragen tritt er engagiert dafür ein, Bürgern und der jungen Generation Rohstoffbewusstseins zu vermitteln. Als Mitglied des Innovationsbeirates der sächsischen Landesregierung setzt er Akzente bei der stärkeren Berücksichtigung rohstoffrelevanter Fragen in der Wirtschaftsentwicklung und der Ansiedlung eines Großforschungszentrums "Ressourcen" in Freiberg. Ehrenamtlich arbeitet er im Geokompetenzzentrum Freiberg (GKZ) eng mit der TU Bergakademie und den dort vertretenen regionalen Partnern zusammen. So untersucht auf Initiative des GKZ das Land Sachsen beispielhaft seine Rohstoffpotentiale.

Aus der Biografie
Manfred Goedecke wurde am 4. März 1949 in Kirchworbis im Eichsfeld geboren. Er studierte an der Bergakademie Freiberg in der Fachrichtung Ingenieurökonomie Bergbau/Tiefbau, wo er 1972 das Diplom erwarb. Im Anschluss spezialisierte er sich als wissenschaftlicher Assistent und später Mitarbeiter auf Grubenklimate im Kalibergbau. 1980 promovierte er.
1987 nahm er eine Tätigkeit als Themenkomplexleiter "Grubenwehrforschung" am Institut für Bergbausicherheit in Leipzig auf. Parallel dazu hielt er in Freiberg Vorlesungen und wurde am 1. Februar 1989 als Honorardozent für Bergbausicherheit berufen. Zu diesem Thema habilitierte er 1990 an seiner Studienstätte.
Nach der Wiedervereinigung übernahm er in der neugegründeten Industrie- und Handelskammer Südwestsachsen als Geschäftsführer den Bereich Industrie/Umwelt/Verkehr, später auch die Außenwirtschaft. 1994 initiierte er den Abschluss eines langfristigen Kooperationsvertrages der IHK mit der TU Bergakademie. Sein besonderes Augenmerk richtet er auf die Entwicklung aller Hochschulen im Kammerbezirk. Er fördert den Technologietransfer zwischen den südwestsächsischen Hochschulen und der regionalen Industrie sowie das Gründernetzwerk SAXEED.Manfred Goedecke ist Mitinitiator, Gründungsmitglied und Vorstand des inzwischen rund 160 Mitglieder umfassenden Geokompetenzzentrums Freiberg e.V. Zu erwähnen sind seine internationalen Kontakte, die er als Alumni der TU Bergakademie u.a. nach Namibia, der Mongolei, Vietnam, Ghana und Chile geknüpft hat. Daraus erwuchsen Geschäftskontakte für sächsische Firmen und Weiterbildungs- und Forschungsprojekte für die TU Bergakademie Freiberg speziell zur Grubensicherheit und Havariebekämpfung. Zurzeit unterstützt Manfred Goedecke nachdrücklich die TU Bergakademie Freiberg als deutsche Ressourcenuniversität.

Foto von Eckardt Mildner, Personen v.l.n.r.: Prof. Anton Sroka, Dekan der Fakultät Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau, Dr. Manfred Goedecke, Prof. Bernd Meyer, Rektor

Ansprechpartner: 
Prof. Anton Sroka