Mädchen zu Gast im MINT-Forschungscamp an der TU Bergakademie Freiberg

Archivbild © MINT-EC
Was sind Werkstoffe? Wofür braucht man diese und wie wird man Werkstoff-Experte? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwölf Schülerinnen von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC vom 12. bis 15. Dezember beim MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ in Freiberg.

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr findet ein MINT-EC-Camp an der TU Bergakademie Freiberg statt. Dieses Mal speziell für Mädchen. „Gerade in den Ingenieurwissenschaften sind immer noch sehr wenig junge Frauen unter den Studierenden. Mit dem MINT-EC Camp wollen wir zeigen, wie spannend Werkstoffe und deren Herstellungsverfahren sind und welche Vorzüge ein Studium in Freiberg bietet“, erklärt Kathrin Häußler vom Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik.

An der Freiberger Universität wird auf dem Gebiet der Werkstoffe gelehrt und sehr erfolgreich geforscht. So arbeiten Freiberger Wissenschaftler beispielsweise an speziellen Leichtbauwerkstoffen für die Automobilbranche oder Hochleistungsbaustoffen wie hochfeste selbstfließende Betone. Im MINT-EC Camp beschäftigen sich die Schülerinnen mit Glas, Keramik und Hochleistungswerkstoffen. In verschiedenen Laborpraktika lernen sie unter anderem, wie man Glas zum Schmelzen bringt und wie es sich gießen und formen lässt. Dabei analysieren die Mädchen die Stoffe mit einem Rasterelektronenmikroskop und einem Computertomographen.

Neben den inhaltlichen Aspekten erfahren die Teilnehmerinnen auch wie es sein könnte, an der TU Bergakademie Freiberg zu studieren. So berichten Studierende von ihren Erfahrungen aus dem ingenieurwissenschaftlichen Studium. Was man als Ingenieur später beruflich machen kann, erklären Freiberger Absolventen bei einer Besichtigung ihres jetzigen Arbeitsgebers Duravit in Meißen.

Weitere Informationen zu den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der TU Bergakademie Freiberg unter: http://tu-freiberg.de/studium/studienangebot/studiengaenge

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 295 zertifizierten Schulen mit rund 315.000 Schülerinnen und Schülern sowie 25.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

Ansprechpartner: 
Kathrin Häußler, Tel.: 03731 393437